22.05.2023 in Pressemitteilung
Das Berliner Klimaschutz- und Energiewendegesetz sieht vor, dass alle bezirklichen Fuhrparks bis zum Jahr 2030 auf CO2-freie Fahrzeuge umgestellt werden müssen. Diese verpflichtende Maßnahme ist durch die Berliner Verwaltung umzusetzen. Eine Anfrage im Berliner Abgeordnetenhaus kam zum Ergebnis, dass bisher nur zwei von zwölf Bezirken das Planungsziel erfüllten und ein Konzept zur Umstellung auf Klimaneutralität vorlegen konnten. Im Rahmen einer Großen Anfrage erfragte die SPD-Fraktion den aktuellen Planungsstand des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg.
Die Antworten des Bezirksamtes, vertreten durch Bezirksbürgermeister Oltmann, machten deutlich, dass die Verwaltung bisher keinen ressortübergreifenden Masterplan für die Energiewende erstellt hat. Auch die Budgetierung der finanziellen Mittel, die die Umstellung des kompletten bezirklichen Fuhrparks auf CO2-freie Fahrzeuge erfordert, konnte nicht ausreichend dargelegt werden. Zwar seien in Teilen der Verwaltung bereits klimaneutrale Fahrzeuge angeschafft oder die zeitnahe Anschaffung in Vorbereitung, eine Umstellung des gesamten Fuhrparkes aber noch nicht konkret terminiert, da es viele Ausnahmen zu berücksichtigen gäbe, die eine einheitliche Planung erschweren würden.
Dazu Axel Seltz, Sprecher für Facility Management der SPD-Fraktion: „Die vielen Ausnahmen, die das Bezirksamt hier erwähnt, erscheinen mir eher als Ausreden. Hier hat jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht. Ich hoffe, das Bezirksamt nimmt die Ergebnisse dieser Großen Anfrage zum Anlass, hier zügig nachzuarbeiten und ein entsprechendes Konzept zu erstellen, um im Bedarfsfall dann auch im Sondervermögen Energie- und Klimafonds berücksichtigt zu werden.“
17.05.2023 in Pressemitteilung
Um das Klima zu schützen und den Lieferverkehr in Wohngebieten einzudämmen, möchte die SPD-Fraktion vor allem an stark frequentierten Orten zusätzliche Packstationen mit Solarpanelen aufstellen lassen.
“Jedes Paket, das direkt in eine Packstation geliefert wird, spart rund 30% CO2-Emissionen gegenüber einer regulären Haustürzustellung”, erläutert Jan Rauchfuß, Bezirksverordneter in Mariendorf, die Idee hinter seinem Antrag. “Ein flächendeckendes Netz dieser solarbetriebenen Stationen kann also aktiv zum Klimaschutz und - gerade in verkehrsbelasteten Wohnkiezen -zu einer deutlichen Reduzierung des Liefer- und Zustellverkehrs beitragen.”
Der bereits beschlossene Antrag beinhaltet eine Liste von 22 möglichen Standorten in Tempelhof-Schöneberg, die sich zum Aufstellen weiterer DHL Packstation eigenen würden. “Ich würde mich sehr freuen, wenn mein Anliegen nicht nur in der BVV, sondern auch bei den Menschen im Bezirk Anklang findet, da diese Initiative nur gemeinsam mit dem Empfängern und Empfängerinnen umgesetzt werden kann.”
15.05.2023 in Pressemitteilung

Die SPD-Fraktion möchte die Öffnungszeiten der Stadtteilbiblio-theken in Lichtenrade und Marienfelde nutzer*innen-freundlicher gestalten.
“Besondes für vollzeitarbeitende Menschen ist es fast unmöglich, diese zwei Bibliotheken zu besuchen, da beide Einrichtungen nur unter der Woche und keine länger als bis 18 Uhr geöffnet ist”, erläutert Jürgen Swobodzinski, Bezirksverordneter in Lichtenrade, die aktuelle Situation.
Auch Corinna Volkmann, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, sieht hier Handlungsbedarf. “Dass ausgerechnet die Bibliotheken, die sich am äußersten Stadtrand des Bezirkes befinden - also dort, wo es eh schon viel weniger Kulturangebote gibt - die kürzesten Öffnungszeiten haben, ist ein Missstand, der dringend behoben werden muss. Die Menschen in Marienfelde und Lichtenrade sollten den gleichen Zugang zu Literatur und Medien haben, wie die Bürger und Bürgerinnen in anderen Teilen Tempelhof-Schönebergs.”
12.05.2023 in Pressemitteilung
Eine gemeinsame Initiative der Fraktionen von SPD, Bündnis90/Die Grünen und Die Linke, möchte die Zahlungsmöglichkeiten in den Bürgerämtern des Bezirks erweitern.
“Bisher können kostenpflichtige Serviceleistungen in Tempelhof-Schöneberg nur mit der Girocard bezahlt werden”, erläutert Sarah Walter, Sprecherin für Bürgerdienste der SPD-Fraktion, den Anlass des Antrages. “Wir möchten, dass die Bürgerämter kundenorientierter arbeiten und zusätzlich die Bezahlung mit Kreditkarten einführen. Diese Maßnahme würde auch die Bestrebungen der Ämter unterstützen Bargeld als Zahlungsmittel nur noch in Ausnahmefällen zu gewähren.”
Der Antrag sieht ebenfalls vor, die Erweiterung der Zahlungsmöglichkeiten sofort nach Umsetzung auf den Webseiten der Bürgerämter zu kommunizieren.
10.05.2023 in Pressemitteilung
Bisher können gemeinsam genutzte Fahrzeuge nur in der Parkzone eines Mitgliedes einer Sharing-Gemeinschaft angemeldet werden. Um das “Familien-Carsharing” in Tempelhof-Schöneberg zu fördern, möchte die SPD-Fraktion daher Möglichkeiten schaffen, Bewohnerparkausweise auch für mehrere Parkraumbewirt-schaftungszonen ausstellen zu lassen.
“Wir möchten Familien mit erwachsenen Kindern oder getrenntlebenden Eltern ermöglichen, trotz verschiedener Wohnsitze, ein Auto zu teilen und es am Wohnort mit entsprechendem Bewohnerparkausweis abzustellen”, erläutert Jan Rauchfuß, ordnungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, die Gründe für den Antrag.
“Leider ist es momentan aber nicht möglich, diese Parkausweise für mehr als eine Meldeadresse zu bekommen, was dazu führt, das selbst Sharingwillige die Idee wieder verwerfen. Abhilfe könnte hier eine Einzelfallprüfung schaffen, die die Anmeldung eines – nachweislich gemeinsam genutzten – Fahrzeugs in mehreren Parkraumbewirtschaftungszonen zulässt.”
09.05.2023 in Allgemein
Die SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg stellt folgende Anträge & Anfragen zur nächsten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung:
Große Anfragen:
Anträge:
03.05.2023 in Pressemitteilung
Im Zuge, der von der SPD-Fraktion initiierten Antragsreihe “Frauen haben Vorrang”, die fordert mehr Berliner Straßen nach weiblichen Protagonistinnen der deutschen Geschichte zu benennen, wurde heute die Straße 229 in Mariendorf nach der Tänzerin Ingrid Rabe benannt und feierlich eingeweiht.
“Ingrid Rabe war nicht nur eine bekannte Tänzerin und stellvertretende Ballettmeisterin des Schöneberger Metropoltheaters, sondern auch eine wichtige, politische Persönlichkeit, die sich für die Opfer des Nationalsozialismus und gegen das Vergessen engagierte”, erläutert Manuela Harling, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, die Entscheidung für die ausgewählte Namensgeberin.
Rabes Mutter, Erna Lugebil, wurde 1943 verhaftet und ins Konzentrationslager Ravensbrück überstellt. Dort blieb sie bis zur Befreiung des KZs im Jahr 1945. Geprägt durch diese Erfahrung und den Kontakt zu anderen Überlebenden, wurden Rabe und ihre Mutter zu Gründungsmitgliedern der “Lagergemeinschaft Ravensbrück und Freundeskreis e.V.
“Ingrid Rabe förderte stets den generationsübergreifenden Austausch und ist durch ihr vielseitiges Engagement ein Vorbild für Offenheit und Toleranz. Wir freuen wir uns daher sehr, dass das Lebenswerk dieser bemerkenswerten Frau heute mit der Straßenbenennung geehrt wird”.
Neben ihrer Tätigkeit für die „Lagergemeinschaft Ravensbrück“, war Ingrid Rabe auch aktives Mitglied der Bostoner Organisation „One by One“, einer Gruppe, in der sich Kinder von Verfolgten des Nationalsozialismus und Kinder von Tätern und Mitläufern begegnen.
In Berlin-Tempelhof hat sie den Frauenmärz mitgebegründet.
2005 wurde ihr für ihre politische Arbeit das Bundesverdienstkreuz verliehen. Ingrid Rabe starb am 20. Juni 2012 in Berlin. Sie wurde auf dem Christus-Friedhof in Mariendorf beigesetzt.
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