Die SPD-Fraktion setzt sich erneut für die Versetzung des „Breslauer Zwergs”, einer rund 30 cm großen Bronzefigur der polnischen Künstlerin Beata Zwolańska-Hołod, ein, die am Portal des ehemaligen Rathauses in Friedenau steht. Der entsprechende Antrag war im Oktober des vergangenen Jahres beschlossen, die Umsetzung vom Bezirksamt jedoch abgelehnt worden, da dieser zu tief im Boden verankert sei und auf dem Platz zum Hindernis werden könne.
Im Rahmen einer neuen Initiative wird das Bezirksamt nun aufgefordert, seine ablehnende Haltung zur Umsetzung des BVV-Beschlusses zum „Breslauer Zwerg“ endlich aufzugeben und diesen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger fachgerecht umzusetzen.
Die konkrete Forderung sieht vor, die Bronzefigur umgehend aus der Treppenanlage vor dem Rathaus zu entfernen und an einem würdigen, sicheren und sichtbaren Standort auf dem Breslauer Platz neu zu platzieren. Vorgesehen ist dabei die Aufstellung auf einem Sockel in unmittelbarer Nähe zu geplanten Infostelen, die die historische Bedeutung der Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Wrocław erläutern.
„Der Breslauer Zwerg steht symbolisch für die Freundschaft zwischen Berlin und Wrocław und sollte deshalb auch entsprechend repräsentativ aufgestellt werden. Es kann nicht sein, dass dieses Symbol der Städtepartnerschaft so unwürdig behandelt wird“, erklärt Corinna Volkmann, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion.
Auch Jürgen Swobodzinski, Sprecher für Grün- und Umweltpolitik der SPD-Fraktion, unterstützt das Anliegen:
„Die Argumentation des Bezirksamtes, eine Versetzung sei technisch zu kompliziert, überzeugt nicht. Fachfirmen können den Zwerg problemlos substanzschonend aus der Treppenanlage lösen und die betroffene Stufe originalgetreu wiederherstellen. Statt weiter zu blockieren, sollte das Bezirksamt endlich gemeinsam mit der Initiative Breslauer Platz an einer kreativen und sichtbaren Lösung arbeiten.“