Spielen heißt Lernen - Kitas und Schulen auf neuen Wegen

Veröffentlicht am 11.07.2011 in Informationen

Das haben wohl Generationen von Kindern zu hören bekommen: „Mit der Schule beginnt der Ernst des Lebens“. Dieser Satz geht von der Annahme aus, dass die Kinder bis zum Eintritt in die Schule nicht gelernt, sondern »nur gespielt« haben. Aber Kinder lernen ständig, in einem enormen Tempo, durch Beobachten, Ausprobieren und Nachahmen.

Heute sind Kindertagsstätten längst als Einrichtungen anerkannt, die neben der Erziehung und Betreuung auch einen Bildungsauftrag wahrnehmen. Auf spielerische Weise fördern sie gezielt die Neugier und den Entdeckungsdrang von Kindern.

Den Übergang von der Kita zur Schule gestalten
Um den Bildungsweg als abgestimmten und fließenden Übergang von der Kita in die Schule zu gestalten, wurde 2005 das Projekt TransKiGS ins Leben gerufen, gefördert durch ein Bund-Länder-Programm. Damit wurde eine engere Zusammenarbeit zwischen Kindertagsstätten und Schulen gefördert und umgesetzt – beispielsweise durch gemeinsame Fortbildungsmaßnahmen für Erzieher/innen und Lehrer/innen. Ende 2009 wurde die finanzielle Förderung des Projekts eingestellt.

Projektidee fortführen
Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg sind in den letzten Jahren einige Kindertagesstätten eine Kooperation mit einer Grundschule
eingegangen. Ärgerlich ist aber, dass das Schulamt dies bei der Vergabe der Grundschulplätze nicht für alle berücksichtigt hat. Dabei ist eine intensive Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und Schulen wichtig, um den begonnenen Bildungsprozess für die Kinder sinnvoll fortführen zu können. Die zuständige Bezirkstadträtin Angelika Schöttler (SPD) hat deshalb neben dem Projekt TransKiGS zusätzliche Bildungsverbünde zwischen Kitas und Schulen initiiert. Es bleibt zu hoffen, dass auch das Schulamt bei der Verteilung von Schulplätzen künftig bestehende Kooperationsbeziehungen zwischen Kitas und Grundschulen besser berücksichtigt.

Elke Ahlhoff

 
 

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