Ziel: Ein höheres Sicherheitsgefühl – und Abschreckung
Die Serie von Überfällen in den U-Bahnhöfen im April und Mai hat Konsequenzen. Nach mehreren Gewalttaten setzen Senat und BVG jetzt zusätzliche Maßnahmen für mehr Sicherheit in U-Bahnen und auf Bahnhöfen um.
Künftig werden wieder gemischte Streifen aus Polizei und BVG auf den Bahnhöfen und in den Zügen unterwegs sein. Dazu ist zusätzliches Personal vorgesehen – jeweils 200 Kräfte bei der Polizei und bei der BVG. Mit der erhöhten Präsenz der Polizei erhofft man sich vor allem an den Brennpunkten ein besserer Schutz vor Gewalttaten. Darüber hinaus sollen die Videoaufzeichnungen künftig 48 statt wie bisher 24 Stunden lang gespeichert werden, damit bei der Strafverfolgung keine Beweise verloren gehen.
Statistisch ist zwar die Wahrscheinlichkeit, in der U-Bahn Opfer einer Straftat zu werden, sehr gering.„Trotzdem brauchen wir mehr sichtbares Personal vor Ort, um potenzielle Täter abzuschrecken“ betont
Berlins Innensenator Dr. Ehrhart Körting (SPD).
Auf Streifengang
Bereits seit Mitte Mai sind 60 Polizeibeamte aus der Landeseinsatzreserve auf den Bahnhöfen unterwegs. Sie werden auch weiter auf wechselnden Strecken auf Streife gehen. Das Ziel: Die Fahrgäste sollen sich wieder sicher fühlen – Gewalttäter abgeschreckt werden. Zusätzlich zu den Neueinstellungen bei der Polizei und den Verkehrbetrieben wird die Besetzung in den BVG-Leitstellen verstärkt. Dort werden die Bilder der rund 1150 Videokameras auf den 173 Bahnhöfen überwacht. Und um effektiver als bisher auf mögliche Gewalttaten reagieren zu können, werden die Mitarbeiter in der zentralen Leitstelle künftig einen direkten Ansprechpartner bei der Polizei haben.
Frank Zimmermann, Mitglied des Abgeordnetenhauses