Die SPD Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg lehnt das von der CDU geforderte Sperrgebiet und Sperrzeiten ab und fordert eine kontinuierliche Sozialarbeit, um das Konfliktpotenzial im Kurfürstenstraßen-Kiez zu senken.
Die SPD Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg lehnt das von der CDU geforderte Sperrgebiet und Sperrzeiten ab und fordert eine kontinuierliche Sozialarbeit, um das Konfliktpotenzial im Kurfürstenstraßen-Kiez zu senken.
„Die Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner sind uns sehr wichtig. Wir möchten, dass sich die Menschen vor Ort sicher fühlen und ihren Alltag ohne Hemmungen und Ängste gestalten können“, erklärt Karin Dehn, Bezirksverordnete der SPD Fraktion und Sprecherin für Frauenpolitik.
Unmut bei den Anwohnerinnen und Anwohnern löst vor allem das auffällige Auftreten der Prostituierten aus: Die angebotene Dienstleistung wird häufig in unmittelbarer Nähe vollzogen, genauso wie der damit einhergehende Drogenkonsum, die regulären Tagesabläufe der AnwohnerInnen werden gestört und es besteht Sorge um die Gesundheit und Sicherheit der Kinder.
Marijke Höppner, Bezirksverordnete der SPD Fraktion und integrationspolitische Sprecherin: „Ein Sperrgebiet oder eine Sperrzeit mit einem Prostitutionsverbot führt nur zu einer Verlagerung der Prostitution in ein anderes Gebiet. Dabei ist es viel wichtiger eine Möglichkeit zu finden, die entsprechenden Probleme zu beheben. Viele Prostituierte wissen erstmal nicht, dass die durch sie ausgeübte Werbung um Freier in einem Wohngebiet wie dem Kurfürstenkiez unüblich ist und stört. Da muss man ansetzen.“
Tatsächlich gebe es unter den vorwiegend osteuropäischen Prostituierten im Kurfürstenkiez eine hohe Fluktuation, die darin begründet sei, dass die betroffenen Frauen nach dem Prinzip Angebot und Nachfrage nach einer bestimmten Zeit einen Ortswechsel in eine andere europäische Metropole durchführen.
„Es hat sich gezeigt, dass durch eine kontinuierliche Sozialarbeit das Konfliktpotential in dem Kiez gesenkt werden konnte. “, so Höppner weiter. Gleichzeitig habe durch die bestehende Sozialarbeit den Prostituierten mit Nahrung, medizinischer Vorsorge und Beratungsangeboten geholfen werden können.
Um die Sozialarbeit zu sichern, hatte sich die SPD Fraktion durch einen Antrag für die Aufstockung der Mittel für den Kiez rund um die Kurfürstenstraße eingesetzt.
Höppner abschließend: „Der Senat hat auf unsere Initiative 36.000,- EURO bewilligt, die für die Sozialarbeiterinnen zu Aufklärung der Prostituierten gedacht sind und damit die Konfliktsituation entspannen sollen. Wir sind in der Kurfürstenstraße auf dem richtigen Weg.“
Medienecho in der Berliner Zeitung: SPD will mehr Sozialarbeit für Prostituierte, 30.4.2010
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