Neustart für Verkehrskonzept: Anwohnende in der Gartenstadt Tempelhof entlasten

Veröffentlicht am 22.07.2026 in Pressemitteilung

Immer mehr Autos, gefährliche Situationen und seit Jahren keine tragfähige Lösung: Die Verkehrsbelastung in der Gartenstadt Tempelhof hat ein kritisches Niveau erreicht. Täglich nutzen zahlreiche Autofahrende den Kiez als Ausweichroute, um den häufigen Staus auf dem Tempelhofer Damm zwischen dem Platz der Luftbrücke und dem S-Bahnhof Tempelhof zu entgehen. Die Folgen tragen vor allem die Anwohnenden.

Das hohe Verkehrsaufkommen beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität im Quartier, sondern stellt auch ein zunehmendes Sicherheitsrisiko dar. Besonders Kinder, ältere Menschen sowie Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, sind von unübersichtlichen und gefährlichen Verkehrssituationen betroffen.

Dabei ist das Problem seit Langem bekannt. Seit rund 15 Jahren setzen sich Bürgerinitiativen und die Kommunalpolitik für eine spürbare Verbesserung der Verkehrssituation ein. Zwischen 2020 und 2023 wurde unter Beteiligung der Bürger*innen bereits ein Verkehrskonzept erarbeitet. Umgesetzt wurde es vom Bezirksamt jedoch nie.

Inzwischen haben sich die Rahmenbedingungen grundlegend verändert. Durch den Ausbau des St. Joseph Krankenhauses entstehen neue Anforderungen an die Verkehrsplanung. Insbesondere die Auswirkungen auf die Verkehrsströme und den Rettungsverkehr müssen deshalb neu untersucht und bewertet werden. Ein Konzept, das auf veralteten Annahmen beruht, kann den heutigen Herausforderungen nicht mehr gerecht werden.

„Gerade mit Blick auf den Ausbau des St. Joseph Krankenhauses müssen wir Rettungsverkehr, Durchgangsverkehr und die Bedürfnisse der Anwohnenden gemeinsam berücksichtigen, um sichere, leistungsfähige und lebenswerte Straßen für alle zu schaffen“, erklärt Janis Hantke, Bezirksverordneter aus Tempelhof und Mitglied im Ausschuss für Straßen und Verkehr.

Die SPD-Fraktion setzt sich deshalb für einen Neustart der Verkehrsplanung in der Gartenstadt Tempelhof ein. Für den Bereich Tempelhof/Mariendorf Nord soll ein anwohnerfreundliches und bedarfsgerechtes Verkehrskonzept entwickelt werden, das die veränderten Rahmenbedingungen berücksichtigt und die Sicherheit der Menschen in den Mittelpunkt stellt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Quartier rund um die Gontermann-, Wintgens-, Wüsthoff- und Boelckestraße.

Auch Marijke Höppner, Vorsitzende der SPD-Fraktion, fordert eine umfassende Neubewertung der Situation:

„Die Gartenstadt Tempelhof braucht endlich ein Verkehrskonzept, das sich an den heutigen Realitäten orientiert. Deshalb wollen wir den Verkehr im Kiez neu untersuchen und Lösungen entwickeln, die Mobilität ermöglichen, die Sicherheit erhöhen und zugleich die Lebensqualität der Menschen nachhaltig verbessern.“

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