Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:
Die BVV ersucht das Bezirksamt dafür zu sorgen, dass die Mitarbeitenden des Regionalen Sozialdienstes Schöneberg Nord / Süd / Friedenau (RSD) am Standort Rathaus Schöneberg sicher und geschützt ihre Leistungen anbieten und durchführen können. Hierzu ist es notwendig, dass die Büroräume der Fachkräfte von außen, also flurseitig, mit Türknäufen ausgestattet werden, um Störungen vorzubeugen. Die Türen zu den Büroräumen sollen die Möglichkeit bieten, dass sie zu den Besuchszeiten nur von innen zu öffnen sind. Beispielhaft dafür ist die Einrichtung des Kriseninterventionsteams in der Tempelhofer Rathausstraße.
Der BVV ist bis zum Mai 2026 zu berichten.
Begründung
Die Fachkräfte vermitteln in Konfliktsituationen, beraten bei Erziehungsproblemen oder müssen familienrechtliche Vorgänge klären. Immer häufiger passiert es, dass sich Ratsuchende unaufgefordert Zutritt verschaffen und die Büroräume betreten, um sofort ihre Anliegen und Probleme vorzubringen. Dies lässt sich oft nur unter Einsatz aller im Büro arbeitenden Kollegen unterbinden. Solche Vorfälle unterbrechen und stören laufende Beratungssituationen, verunsichern Mitarbeitende und Klient*innen und verzögern bzw. verhindern das Veranlassen von Hilfsmaßnahmen. Sie benötigen hierfür ein ruhiges Ambiente und eine Atmosphäre, die es erlaubt, ungestört jeden einzelnen Vorgang vollumfänglich behandeln und sich den Hilfesuchenden widmen zu können. Sie müssen ein Vertrauensverhältnis aufbauen und die Bedürfnisse aller Beteiligten – von Kindern, Jugendlichen und Eltern - berücksichtigen können; dafür brauchen die Mitarbeitenden die Gewissheit und Sicherheit, ungestört arbeiten zu können. Die Büroräume sind untereinander barrierefrei verbunden, so dass Sicherheitskriterien (wie z.B. Fluchtmöglichkeiten) gewährleistet sind.
Berlin, den 09.02.2026
Marijke Höppner
Corinna Volkmann
Fraktion der SPD
Ronja Losert
Bertram von Boxberg
Fraktion Bündnis90/Die Grünen
Elisabeth Wissel
Fraktion Die Linke
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| Marijke Höppner | Corinna Volkmann (Mail) |
2026-02-09
Eingebracht
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