Antrag zur 44. BVV XXI - Antrag 8

ANTRAG
der Fraktion(en) SPD
in der BVV Tempelhof-Schöneberg

Das Tempelhof Museum in Alt-Mariendorf aus dem Dornröschenschlaf holen

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, für das Tempelhof Museum ein zeitgemäßes Ausstellungskonzept zu erarbeiten, dass geeignet ist, das Museum Tempelhof zu einem modernen, barrierefreien Museumsstandort zu entwickeln, das Besucher*innen anlockt und Wissen vermittelt.

Der Bezirksverordnetenversammlung ist bis Dezember 2025 zu berichten.

Begründung

Das Tempelhof Museum macht den Anschein, dass es sich seit Jahrzehnten in einem Dornröschenschlaf befindet. Die Dauerausstellung »Zwischen Feldern und Fabriken« ist ein Sammelsurium verschiedenster Gegenstände, die vor sich hin stauben. Es wird jedoch kein wirklicher Überblick über das Leben in Tempelhof vermittelt.

Interaktive Elemente, die Besucher*innen animieren, aktiv mit den Ausstellungsinhalten zu interagieren und so ein tieferes Verständnis zu entwickeln, fehlen. Digitale Begleitangebote wie Apps, Audioguides oder virtuelle Rundgänge (z.B. interaktive Zeitreisen, animierte historische Szenen) sollten jeden und jede in das Museumserlebnis einbinden. Das ist heute selbstverständlich und mit AR- oder VR-Technologie passgenau zu konzipieren.

Das größte Problem des Standortes ist das Nichtvorhandensein von Barrierefreiheit. Mobilitätseingeschränkte Menschen können die Ausstellungsräume der Dauerausstellung im 1. OG nicht erreichen, wenn sie nicht in der Lage sind, sowohl die Treppen zum Eingang als auch die Treppe zum 1. OG zu überwinden. Für sehbehinderte Menschen gibt es keine Hilfsmittel/Einrichtung.

Auch die derzeitige Sonderausstellung „Schokolonialismus. Sarotti in Tempelhof“ schließt durch ihre Konzeption Sehbehinderte und für mobilitätseingeschränkte Personen den Besuch des Raumes im 1.OG aus. Das entspricht nicht dem Ziel, das sich der Fachbereich Kultur im bezirklichen Inklusionskonzept gesteckt hat: „Die politische, gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe von Menschen mit Behinderung wird durch den Bereich Kunst, Kultur, Museen gestärkt.“

An diesem Ziel sollte sich auch eine neue Konzeption messen lassen können.

Berlin, den 08.09.2025

Marijke Höppner
Manuela Harling
Corinna Volkmann
Die Fraktion der SPD

 



Berlin, den 8. September 2025
Marijke Höppner Manuela Harling (Mail)Corinna Volkmann (Mail)

und die weiteren Mitglieder der
Fraktion der SPD

Der Verlauf dieses Antrags

2025-09-08

Eingebracht

2025-09-17

Beschlossen

2025-12-10

MZK (Tobias Dollase)


Aktueller Status (MZK liegt vor):
Das Bezirksamt hat dargestellt, was es nach dem Beschluss durch die BVV zu diesem Thema getan hat. Das ist nicht in allen Fällen die Umsetzung des geforderten.

Was passiert als Nächstes?
Wir schauen uns die MZK jetzt genau an und entscheiden dann, ob uns die Antwort reicht, oder wie wir damit umgehen.

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