Bei Übertragung von Obdachloseneinrichtungen auf Freie Träger Bezirksverordnetenversammlung beteiligen

Veröffentlicht am 25.08.2006 in Pressemitteilung

Das Sozialamt Tempelhof-Schöneberg plant eine Neuausschreibung für die Bewirtschaftung der beiden Obdachloseneinrichtungen Alboinplatz und Rembrandtstraße. Die beiden Einrichtungen werden zurzeit vom Internationalen Bund im Auftrag des Bezirks betrieben. Im Rahmen der Ausschreibung soll geprüft werden, ob ein Wechsel des Trägers sinnvoll ist.
Jetzt hat die SPD-Fraktion einen Antrag in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) eingebracht, der eine Information und Beteiligung der BVV bei der Entscheidung über den künftigen Träger fordert.

„Die geplante Ausschreibung der Trägerschaft für die beiden Einrichtungen kann zu wichtigen Strukturentscheidungen im Bereich der Obdachlosenhilfe führen. Fachlich gesehen sieht unsere Fraktion keinen Bedarf für eine Neuausschreibung. Der Bezirk kann sehr zufrieden sein mit der Arbeit, die in den Einrichtungen für die Obdachlosen erbracht wird. Viel wichtiger, als ein Betreiberwechsel ist die finanzielle Absicherung der Einrichtungen. Vor allem auch deswegen, weil die Zahl der Obdachlosen wieder zunimmt. Dazu laufen bereits die Verhandlungen mit der zuständigen Senatsverwaltung,“ äußert sich Ingo Nürnberger, Mitglied der SPD-Fraktion und Vorsitzender des Sozialausschusses der BVV kritisch zu der Planung des Stadtrates für Soziales, Bernd Krömer (CDU).

 
 

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