„Alles was ich schreibe - steht im Dienste der Frauen“ - Hedwig Dohm bekommt eine Straße

Veröffentlicht am 18.09.2007 in Ankündigung

Am 22. September 2007 ist es so weit. Bezirksstadtrat Oliver Schworck benennt auf Initiative der SPD Fraktion am Fernbahnhof Südkreuz die alte Naumannstraße nach Hedwig Dohm.

Der Antrag war von der SPD-Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg eingebracht worden und war so überzeugend, dass es zu einem einstimmigen BVV-Beschluss kam.

Hedwig Dohm (1831-1919, geboren und gestorben in Berlin) war eine beeindruckende Schriftstellerin und Frauenrechtlerin. Sie war eine der ersten feministischen Theoretikerinnen, die geschlechtsspezifische Verhaltensweisen auf die kulturelle Prägung statt auf die biologische Determination (Vorherbestimmtheit) zurückführte. Sie forderte gleiche Bildung und Ausbildung für Mädchen und Jungen. Hedwig Dohm war überzeugt davon, dass ökonomische Selbstständigkeit der einzige Weg der Frauen sei, um nicht mehr zwangsläufig im „Ehegefängnis“ zu landen, sondern sich freiwillig für oder gegen eine gleichberechtigte Partnerschaft entscheiden zu können. Damit auch Mütter weiter ihren Beruf nachgehen könnten, schlug sie vor, Hausarbeit und Kindererziehung durch Institutionen erledigen lassen. Hedwig Dohm war damit ihrer Zeit weit voraus und taugt nicht zuletzt aus diesem Grund auch heute noch zum Vorbild.

Neben der Forderung nach gleicher Ausbildung und weiblicher Erwerbstätigkeit sprach sie sich vehement für das Frauenwahlrecht aus.

Das verschwundene Grab von Hedwig Dohm sichtbar machen
Hedwig Dohm, die älteste Theoretikerin des radikalen Feminismus, wurde am 4. Juni 1919 auf dem Alten St. Matthäus Kirchhof in Berlin Schöneberg beigesetzt. Nach Ablauf der gesetzlichen Ruhezeit ist ihr Grab aufgelöst worden und war seitdem verschwunden. Die Berliner Initiative “Hedwig Dohm sichtbar machen" hatte im Jahr 1997 die genaue Stelle von Hedwig Dohms Grab recherchiert. Andere Personen waren in dem Grab beigesetzt worden. Die Ruhezeit der letzten Beisetzung war im Februar 2007 abgelaufen und es war nun möglich, die ursprüngliche Grabstätte von Hedwig Dohm zu erneuern.

Der Journalistinnenbund übernahm die Patenschaft und lässt an der Grabstelle einen Gedenkstein errichten, der am Samstag, dem 22. September 2007 um 13.30 Uhr feierlich enthüllt wird.

Im Anschluss findet um 15.30 Uhr im Rathaus Schöneberg, im Raum 1110, eine Feier statt, bei der das Leben und Wirken Hedwig Dohms gewürdigt wird. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Dieter Hapel, Stadtrat für Bildung und Kultur und Stellvertretender Bezirksbürgerrmeister. Die Herausgeberinnen der Hedwig-Dohm-Gesamtausgabe, Nikola Müller und Isabel Rohner werden anwesend sein, ebenso eine Delegation der Hedwig-Dohm-Oberschule in Berlin.

Ansprechpartnerin: Melanie Kühnemann, Kulturpolitische Sprecherin, kuehnefrau@gmx.de
Weitere Informationen zu Hedwig Dohm: http://de.wikipedia.org/wiki/Hedwig_Dohm

Treffpunkt für die Umbenennung:
22.09.2007
11.00 Uhr
Sachsendamm/Ecke Naumannstraße

 
 

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