Die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg gedenkt am 9. November der Verfolgung der Juden durch die Nationalsozialisten.
Die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg gedenkt am 9. November der Verfolgung der Juden durch die Nationalsozialisten.
In der Zeit vom 6.-11. Mai dieses Jahres besuchte eine Delegation aus Tempelhof-Schöneberg gemeinsam mit unserem Bezirksbürgermeister Ekkehard Band anlässlich der Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag des Staates Israel unsere Partnerstadt Nahariya. Im gleichen Jahr, in dem wir die Staatsgründung ausgiebig gefeiert haben, holt uns sehr rasch ein anderes Datum ein, das Grund zum Innehalten und zur Nachdenklichkeit geben muss.
Am 9. November 2008 jährt sich zum 70. Mal die Reichspogromnacht. In dieser Nacht vor 70 Jahren brannten in Deutschland die Synagogen, zerbrachen Fensterscheiben, wurden Möbel auf die Straßen geworfen, wurden Geschäfte und Wohnungen der jüdischen Mitbürger ausgeplündert. Es war eine vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Zerstörung von Einrichtungen, Eigentum und nicht zuletzt dem Leben der Juden in Deutschland.
Die Nacht vom 9. November 1938 markiert den Übergang der seit 1933 systematischen Diskriminierung und Ausgrenzung der Juden zu deren systematischer Verfolgung und Vernichtung.
Wer wissen wollte, konnte spätestens seit der Reichspogromnacht erahnen, dass blinder Hass und Rassenwahn gepaart mit Gleichgültigkeit und Angst in die tiefsten Abgründe menschlicher Perversion führen werden.
So wie die Delegation aus Tempelhof-Schöneberg, die sich aus Vertretern aller in der Bezirksverordnetenversammlung vertretenen Parteien zusammensetzte, im Mai die Gründung des Staates Israel gefeiert hat, sollten wir den 9. November in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit rufen. Denn Rechtsradikalismus, Rassismus und Antisemitismus sind nach wie vor in unserer Gesellschaft vorhanden.
Mit der Erinnerung an den 9. November 1938 kann deutlich erkennbar werden, wohin dumpfe Juden- oder auch Ausländerfeindlichkeit führen kann.
Die Kranzniederlegung der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg findet am 9. November 2008 um 16:00 Uhr am Gedenkstein für die ehemalige Synagoge in der Münchener Straße 37 in Schöneberg statt. Die Synagoge bildete das Zentrum jüdischen Lebens im Bayerischen Viertel.
Ingrid Kühnemann
stellv. Vorsteherin der BVV
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