Mathilde Hofer – Schicksal einer bewundernswert starken Frau

Die BVV ersucht das Bezirksamt zu prüfen, ob die Ausstellung "Am Ende stand Auschwitz: Das Schicksal der Mathilde Hofer" anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus in Tempelhof-Schöneberg im Januar 2013 in Kooperation mit der feierlichen Eröff-nung der Ausstellung „Wir waren Nachbarn“ gezeigt werden kann.

Begründung:
„Mathilde Hofer, aus wohlhabender jüdischer Familie stammend, war seit 1903 mit dem expressionistischen Maler Karl Hofer verheiratet, mit dem sie zwei Söhne hatte. Ihre eigene Laufbahn als Sängerin gab sie zugunsten der Kinder und der künstlerischen Karriere ihres Mannes auf. Die Ehe wurde 1938 geschieden.
In der Zeit danach lebte Mathilde Hofer – nicht mehr geschützt durch eine privilegierte Mischehe – in Wiesbaden in der Kapellenstraße. Am 01.09. 1942 wurde sie von der Gestapo verhaftet und in das Wiesbadener Polizeigefängnis gebracht. Von dort wurde
sie am 28. Oktober 1942 zunächst nach Ravensbrück, dann nach Auschwitz deportiert und dort am 21. 11. 1942 ermordet.“ Mathilde Hofers Nachlass beinhaltet „einzigartige Bild- und Textdokumente aus dem Nachlass Mathilde Hofers. Sie geben Einblick in das Leben und tragische Schicksal einer bewundernswerten, starken Frau.“ (Quelle: http://www.am-spiegelgasse.de/wp-content/downloads/Flyer-Hofer.pdf)
Mathilde Hofer lebte zeitweise in der Grunewaldstraße 44 in Schöneberg.

Einer der über 900 Gedenksteine, die die Schülerinnen und Schüler der Löcknitz-Grundschule zu einer Gedenkmauer an die jüdischen Nachbarn errichtet haben, trägt den Namen von Mathilde Hofer.

Berlin, den 09.01.2012

Marijke Höppner

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