Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:
Die Bezirksverordnetenversammlung ersucht das Bezirksamt, den Raum 2113 neben dem BVV-Saal nach Wilhelmine Diederich (1897-1969) zu benennen.
Der BVV ist bis Oktober 2024 zu berichten.
Begründung:
Im Rahmen der Ausstellung „Spurensuche Demokratie“ wurde auch an Wilhelmine Diederich erinnert. Der Sitzungsraumes 2113, der nach der Sanierung nun wieder vor allem für Ausschüsse der BVV genutzt wird, wäre ein würdiger Ort, an diese wichtige und von Verfolgung durch das NS–Regime betroffene Bezirksverordnete zu erinnern.
Seit 1919 war die Sozialdemokratin Minna Diederich Gemeindeverordnete aktiv. Daneben war sie beruflich in der Jugendfürsorge tätig. Ehrenamtlich engagierte sie sich nach dem ersten Weltkrieg gewerkschaftlich und war in der Kinderschutzorganisation aktiv. Sie zählt zu den Gründungsmitgliedern der AWO.
1933 wurde sie als Stadtverordnete gewählt. Sie stand unter ständiger Beobachtung der Gestapo. Aufgrund des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ wurde sie im August 1933 als Fürsorgerin entlassen.
Nach 1945 kehrte sie in die Bezirkspolitik zurück und war Stadträtin für Soziales. Am 20.04.1992 beschloss die BVV, am Haus Stubenrauchstraße 28-29 eine Gedenktafel für sie anzubringen (DS 27/1608). Der Beschluss konnte nie umgesetzt werden, da eine Einwilligung der Hauseigentümer nicht eingeholt werden konnte.
Berlin, den 09.09.2024
Fraktion GRÜNE
Frau Losert, Ronja
Herr von Boxberg, Bertram
Fraktion SPD
Frau Höppner, Marijke
Frau Volkmann, Corinna
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| Marijke Höppner | Corinna Volkmann (Mail) |
2024-09-10
Beigetreten
2024-09-17
Überwiesen (Weiterbildung & Kultur)
2024-11-20
Beschlussempfehlung (Weiterbildung & Kultur)
2024-11-20
Beschlossen
2025-05-21
MZK (Eva Majevski)
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