Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht sich gegenüber dem öffentlichen Eigentümer der Säntistraße 95 -125 dafür einzusetzen, dass ein Informations- und Gedenkort für Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter auf dem historischen Standort geschaffen wird. Vorhandene Zeugnisse auf dem Gelände aus dieser Zeit sollten dauerhaft gesichert werden, dazu gehören auch Teile der Gleisanlagen, die das Zwangsarbeiterlager von der Trasse der Dresdner Bahn aus erschlossen hatten.
Begründung:
Marienfelde war wegen den umliegenden kriegswichtigen Firmen und der Reichsbahn selbst, unter der Nazi-Herrschaft und im II. Weltkrieg ein Ortsteil mit einer hohen Konzentration von Zwangsarbeitslagern. Heute erinnert daran kaum noch etwas. Das Gelände, ehemals Teil des Eisenbahn-Vermögens, war über Jahrzehnte als Kleingärten genutzt worden. An die frühere Nutzung erinnern Reste von Gleisen, die zur Heranführung von verschleppten ausländischen Arbeitsverpflichteten genutzt wurden. Bereits 2013 hatte ein BVV-Beschluss (Drucks. Nr. 0785/XIX) das Bezirksamt (BA) unter gleichem Titel zu entsprechenden Initiativen aufgefordert. In einer Mitteilung zur Kenntnisnahme fast zwei Jahre später, bezieht sich das BA positiv auf den BVV-Beschluss. Allerdings gibt zu Bedenken, dass insbesondere drei Fragen in diesem Zusammenhang geklärt werden müssten:
1. Weitere Recherchen seien notwendig.
2. Personelle und finanzielle Ressourcen des BA wären notwendig.
3. Eigentumsverhältnisse müssten geklärt werden.
Der dritte Punkt ist nun geklärt und im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben der BVG kann bei den Bauplanungen ein Gedenkort mit einbezogen werden. Die Recherchearbeit z.B. des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit in Berlin ist neun Jahre weiter fortgeschritten. Die BVV kann – wenn notwendig – die Ressourcen des BA dafür stärken, wobei zu erwarten ist, dass die landeseigene BVG auch selbst ein solches Projekt fördern möchte.
Berlin, den 10.09.2024
Frau Elisabeth Wissel
Herr Harald Gindra
Die Fraktion Die Linke
Frau Marijke Höppner
Frau Corinna Volkmann
Die Fraktion der SPD
Harald Gindra
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| Marijke Höppner | Corinna Volkmann (Mail) |
2024-09-10
Beigetreten
2024-09-17
Überwiesen (Weiterbildung & Kultur)
2025-10-15
Beschlossen
offen
MZK
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