Antrag zur 32. BVV XXI - Antrag 12

ANTRAG
der Fraktion(en) LINKE, SPD
in der BVV Tempelhof-Schöneberg

Informations- und Gedenkort an der Stelle des ehemaligen Zwangsarbeitslagers an der Säntisstraße in Marienfelde

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht sich gegenüber dem öffentlichen Eigentümer der Säntistraße 95 -125 dafür einzusetzen, dass ein Informations- und Gedenkort für Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter auf dem historischen Standort geschaffen wird. Vorhandene Zeugnisse auf dem Gelände aus dieser Zeit sollten dauerhaft gesichert werden, dazu gehören auch Teile der Gleisanlagen, die das Zwangsarbeiterlager von der Trasse der Dresdner Bahn aus erschlossen hatten.

Begründung:

Marienfelde war wegen den umliegenden kriegswichtigen Firmen und der Reichsbahn selbst, unter der Nazi-Herrschaft und im II. Weltkrieg ein Ortsteil mit einer hohen Konzentration von Zwangsarbeitslagern. Heute erinnert daran kaum noch etwas. Das Gelände, ehemals Teil des Eisenbahn-Vermögens, war über Jahrzehnte als Kleingärten genutzt worden. An die frühere Nutzung erinnern Reste von Gleisen, die zur Heranführung von verschleppten ausländischen Arbeitsverpflichteten genutzt wurden. Bereits 2013 hatte ein BVV-Beschluss (Drucks. Nr. 0785/XIX) das Bezirksamt (BA) unter gleichem Titel zu entsprechenden Initiativen aufgefordert. In einer Mitteilung zur Kenntnisnahme fast zwei Jahre später, bezieht sich das BA positiv auf den BVV-Beschluss. Allerdings gibt zu Bedenken, dass insbesondere drei Fragen in diesem Zusammenhang geklärt werden müssten:

1. Weitere Recherchen seien notwendig.

2. Personelle und finanzielle Ressourcen des BA wären notwendig.

3. Eigentumsverhältnisse müssten geklärt werden.

Der dritte Punkt ist nun geklärt und im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben der BVG kann bei den Bauplanungen ein Gedenkort mit einbezogen werden. Die Recherchearbeit z.B. des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit in Berlin ist neun Jahre weiter fortgeschritten. Die BVV kann – wenn notwendig – die Ressourcen des BA dafür stärken, wobei zu erwarten ist, dass die landeseigene BVG auch selbst ein solches Projekt fördern möchte.

Berlin, den 10.09.2024

Frau Elisabeth Wissel
Herr Harald Gindra
Die Fraktion Die Linke

Frau Marijke Höppner
Frau Corinna Volkmann
Die Fraktion der SPD

 

 

     
     
     

     
     
     

Harald Gindra

     

     

     

     

     

     



Berlin, den 9. September 2024
Marijke Höppner Corinna Volkmann (Mail)

und die weiteren Mitglieder der
Fraktion der SPD

LINKE-Fraktion

Der Verlauf dieses Antrags

2024-09-10

Beigetreten

2024-09-17

Überwiesen (Weiterbildung & Kultur)

2025-10-15

Beschlossen

offen

MZK


Aktueller Status (Beschlossen):
Die BVV hat diesem Antrag zugestimmt. Als nächstes geht es in die Umsetzung durch das Bezirksamt.

Was passiert als Nächstes?
Das Bezirksamt ist jetzt mit der Umsetzung beauftragt. Wir warten jetzt auf einen Bericht in Form einer Mitteilung zur Kenntnisnahme

WhatsApp-Kanal

Neues aus dem Bezirk | SPD-Fraktion TS

Wir haben als SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg bei WhatsApp einen Kanal eingerichtet, um über unsere Arbeit zu informieren. Über den kostenlosen Kanal kann man unsere Arbeit verfolgen und ist bestens informiert.

WhatsApp Kanal hier abonnieren

Kontakt

post@spd-fraktion-tempelhof-schoeneberg.de
030 90277 6486

Social Media:

Facebook SPDFraktionTS
Instagram spdfraktionts

Zählgemeinschaft

Die Zählgemeinschaft, die die Grundlage für die Zusammenarbeit der SPD-, der Grünen- und der Links-Fraktion bildet, fußt auf einer Zählgemeinschaftsvereinbarung von 2021, die über eine Zusatzvereinbarung nach der Wiederholungswahl modifiziert wurde.

Zum Vertrag

Social Media