Antrag zur 32. BVV XXI - Antrag 10

ANTRAG
der Fraktion(en) GRÜNE, SPD
in der BVV Tempelhof-Schöneberg

Erinnerungstafeln in Lichtenrade – gegen das Vergessen

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Die Bezirksverordnetenversammlung ersucht das Bezirksamt, an folgenden Orten in Lichtenrade, an denen sich folgende ehemalige Zwangsarbeiterlager befanden, jeweils eine Erinnerungstafel aufzustellen

· Gemeinschaftslager der Deutschen Reichsbahn (Barnetstraße 30-34, früher Marienfelder Straße)

· Ausländerlager der Deutschen Reichspost/Reichspostdirektion Berlin (Steinstraße 46-51-östl. Mälzerei und südl. Gerstnerweg)

Das Bezirksamt wird des Weiteren ersucht, im Vorwege Informationen über die Geschichte dieser beiden Zwangsarbeitslager zu sammeln. Die Ergebnisse der Recherche sollen auf den jeweiligen Gedenktafeln in Form eines Textes und, wenn möglich, mit Bildern dokumentiert werden.

Der BVV ist bis Dezember 2024 zu berichten.

Begründung:

Das Aufstellen von Erinnerungstafeln an den ehemaligen Zwangsarbeiterlagern in Lichtenrade, insbesondere am Gemeinschaftslager der Deutschen Reichsbahn und am Ausländerlager der Deutschen Reichspost, sind von großer Bedeutung, um das historische Bewusstsein und die Auseinandersetzung mit dem NS-Regime zu stärken.

Diese Lager waren Orte der Unmenschlichkeit und der Ausbeutung. Die Aufstellung der Tafeln würde dazu beitragen, die lokale Geschichte sichtbarer zu machen und eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zu fördern. Gleichzeitig wäre sie ein Zeichen der Verantwortung, die die heutige Gesellschaft trägt, um Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen und sich für Menschenrechte und Demokratie einzusetzen.

Die Zwangsarbeit war ein wesentlicher Bestandteil der NS-Kriegswirtschaft und betraf Millionen von Menschen, die unter extremen Bedingungen litten und starben. Viele der Betroffenen wurden aus ganz Europa verschleppt und in Lager wie jene in Lichtenrade gepfercht.

Diese Orte dürfen nicht in Vergessenheit geraten, da sie an die systematische Unterdrückung und das Leid erinnern, das in der unmittelbaren Nachbarschaft geschah. Die Erinnerungstafeln würden nicht nur ein Mahnmal gegen das Vergessen, sondern auch ein Aufruf zur Wachsamkeit gegenüber jeglicher Form von Diskriminierung und Gewalt darstellen.

Berlin, den 09.09.2024

Fraktion GRÜNE
Frau Losert, Ronja
Herr von Boxberg, Bertram
Frau Zander-Rade, Martina

Fraktion SPD
Frau Höppner, Marijke
Frau Volkmann, Corinna



Berlin, den 9. September 2024
Marijke Höppner Corinna Volkmann (Mail)

und die weiteren Mitglieder der
Fraktion der SPD

GRÜNE-Fraktion

Der Verlauf dieses Antrags

2024-09-10

Beigetreten

2024-09-17

Überwiesen (Weiterbildung & Kultur)

2024-11-20

Beschlussempfehlung (Weiterbildung & Kultur)

2025-02-05

MZK (Tobias Dollase)


Aktueller Status (MZK liegt vor):
Das Bezirksamt hat dargestellt, was es nach dem Beschluss durch die BVV zu diesem Thema getan hat. Das ist nicht in allen Fällen die Umsetzung des geforderten.

Was passiert als Nächstes?
Wir schauen uns die MZK jetzt genau an und entscheiden dann, ob uns die Antwort reicht, oder wie wir damit umgehen.

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