08.08.2017 in Pressemitteilung

SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg lehnt Vorstoß Stephan von Dassels ab

 

"Prostituierte nicht in die Illegalität treiben"

 

Die SPD-Fraktion lehnt den Vorschlag des grünen Bezirksbürgermeisters von Mitte ab, die Straßenprostitution berlinweit zu verbieten, um den Straßenstrich in der Kurfürstenstraße zu bekämpfen. Sinnvoll sei eine kontinuierliche Sozialarbeit vor Ort, sowie der im Koalitionsvertrag verankerte Runde Tisch zum weiteren Umgang mit der Sexarbeit im Kurfürstenstraßen-Kiez.

 

Dazu die Sprecherin für Frauenpolitik Manuela Harling: „Der grüne Bezirksbürgermeister möchte sich wegducken. Wer glaubt denn ernsthaft, dass eine Verbotsverordnung die Ausübung der Prostitution verhindern würde? Sein Vorschlag, die Straßenprostitution zu verbieten und den Prostituierten das Arbeiten in den Wohnungsbordellen anzuraten, zeugt von Ahnungslosigkeit. Der Artikel 297 "Verbot der Prostitution im Einführungsgesetz zum Strafgesetzbuch (EGStGB) unterscheidet nicht zwischen Straßenprostitution und Wohnungsprostitution. Es erscheint uns nicht sonderlich klug, die Sexarbeiterinnen und -arbeiter in die Illegalität zu drängen. Das erschwert die Arbeit der Polizei und gefährdet die Sicherheit der Prostituierten, die legal arbeiten wollen.", so Harling weiter. Bekannt sei, dass die Sexarbeit in Sperrgebieten illegal ausgeübt werde. Verdrängung in Rand- und Gewerbegebiete ziehe meistens Zuhälterei, organisierte Kriminalität und das Rotlichtmilieu an. Auch gewalttätige Freier nutzten die unübersichtliche Situation in unkontrollierten Gegenden aus.

 

Marijke Höppner, stellvertretende Fraktionsvorsitzende fügt hinzu: „In steter Regelmäßigkeit fordern konservative Politiker die Einführung eines Sperrgebietes oder von Sperrzeiten für den Straßenstrich in der Kurfürstenstraße. Meist beugen Sie sich damit dem Druck einzelner Bürgerinnen und Bürger, die grundsätzlich ein Problem mit Sexarbeit haben. Auch der grüne Bezirksbürgermeister offenbart in seiner Presseerklärung, dass er sich aggressiven Anwohnerinnen und Anwohnern gegenüber in der Handlungspflicht sieht."

 

 

 

 

 

25.07.2017 in Pressemitteilung

Bezirk für Regionalbahn-Halt in Schöneberg 

 

- Wiederaufbau der Potsdamer Stammbahn ab Ende der 2020er Jahre 
 

Auf Initiative der SPD-Fraktion beschloss die BVV, dass bei den Planungen zum Wiederaufbau der „Potsdamer Stammbahn“ am S-Bahnhof Schöneberg ein Regionalbahnhalt für den zukünftigen Zugverkehr Richtung Potsdam und Magdeburg eingeplant werden soll. 

Zunächst geht es um die Bedarfsanmeldung des Landes gegenüber der DB. Ein Wiederaufbau der Strecke ist ab Ende der 2020er-Jahre zu erwarten. Der Bezirk wird nun die Senats-Verkehrsverwaltung bitten, den Bahnhof bei der DB zu bestellen. Die SPD sieht in der Station eine deutliche infrastrukturelle Bereicherung für Schöneberg. Außerdem liegt der Zukunftsstandort EUREF-Campus mit zahlreichen Firmenniederlassungen und Hochschuleinrichtungen in unmittelbarer Nachbarschaft. 

Christoph Götz, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg: „Wir freuen uns über den Beschluss. In den bisherigen Veröffentlichungen zum zukünftigen Regionalbahnnetz fehlten uns Hinweise auf einen Halt in Schöneberg. Er würde sich aber systemisch sinnvoll einfügen, schließlich hält die Regionalbahn auch an den meisten anderen Kreuzungspunkten mit dem S-Bahn-Ring.“. 

Götz weiter: „Der Radschnellweg auf der gleichen Trasse wird nicht mehr verfolgt, die DB hat mit ihren Planungen Vorrang. Wir konzentrieren uns planerisch nun auf die Auswirkungen der Bahnlinie auf den Bezirk. Einzig zwischen Ebers- und Yorckstraße wird es mit dem Grünzug „Wannseebahngraben“ noch eine ca. 10-jährige Zwischennutzung der Trasse für einen Fuß- und Radweg geben“. 

 

 

 

24.07.2017 in Pressemitteilung

Radverkehrs- und Fußgängersicherheit an der Großbeeren- / Daimlerstraße

 

Gravierendes Problem bei Radspur-Planung ignoriert

 

Auf Initiative der SPD-Fraktion sollen im Zusammenhang mit der Anlage einer Radspur im nördlichen Teil der Marienfelder Allee nun auch dringend erforderliche Maßnahmen zur Verbesserung der Fußgänger- und Radverkehrssicherheit am Abzweig von der Großbeerenstraße zur Daimlerstraße erfolgen. 

Im Ausschuss für Straßen, Verkehr, Grün und Umwelt der BVV wurde den Bezirksverordneten die Planung für die Anlage einer Radspur in der Marienfelder Allee präsentiert, die auf weitgehende Zustimmung traf. Das Projekt umfasst auch die Bahnunterführung und ein kurzes Stück der Großbeerenstraße einschließlich des hier schräg abzweigenden Zubringers zur Daimlerstraße. Genau diese Situation ist hochgradig gefährlich, weil hier Radfahrerinnen und Radfahrer und Fußgängerinnen und Fußgänger vom rechtsabbiegenden Autoverkehr schnell übersehen werden. In der Vergangenheit war es bereits zu schweren Unfällen gekommen. Die Planung der Verwaltung sah aber für genau diese gefährliche Stelle bislang keine Verbesserungen vor. 

Christoph Götz, Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg: „Es ist uns unverständlich, wie die von der grünen Stadträtin Heiß geführte Verwaltung ausgerechnet diesen Punkt ausklammern konnte, wo doch hier der größte Handlungsdruck besteht. Aus unserer Sicht müssen dringend Umbauten erfolgen, die den Vorrang der Radfahrer und Fußgänger vor den Rechtsabbiegern deutlich machen. Wir freuen uns deshalb über die Unterstützung unseres Antrags durch die Mehrheit der BVV und hoffen auf eine zügige Realisierung der Maßnahmen“. 

 

 

 


 

20.07.2017 in Pressemitteilung

BVV beschließt differenzierte Planung für den Umbau des Tempelhofer Damms

 

Auf Initiative der SPD-Fraktion soll für den ab 2020 anstehenden Umbau des Tempelhofer Damms eine differenzierte Planung erfolgen, die allen städtischen Funktionen der Straße Rechnung tragen muss: Vernünftige Bedingungen für Aufenthalt und Einzelhandel, für den Radverkehr und den sonstigen Straßenverkehr. Ein wichtiger Aspekt seien auch die Bedürfnisse älterer Menschen hinsichtlich Barrierefreiheit. Eine schematische Lösung zur Führung des Radverkehrs auf der heutigen Parkspur, wie vom Fahrrad-Volkentscheid gefordert, wird damit eine Absage erteilt.

 

Im Fokus eines Umbaus der Straße soll das Interesse stehen, die urbane Achse neu zu gestalten und als Stadtteilzentrum zurück zu gewinnen. Insbesondere mit der, durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz geplante Tempo-30-Anordnung verbinden sich Optionen für eine Neugestaltung der gesamten Verkehrseinrichtungen und der -technik. Dies betrifft geänderte Spurführungen, Ampelschaltungen, Abbiegestreifen, Radien etc. Zugleich soll die Straße durch weitere Querungshilfen von der einen zur anderen Seite „durchlässiger“ und für Fußgänger wieder attraktiver werden.

 

Für die sehr komplexe Planung soll ein kompetentes Planungsbüro beauftragt werden, das sowohl die Fragen der Verkehrstechnik beherrscht als auch über ein Verständnis für die urbanen Belange der Stadt verfügt. Zugleich seien alle örtlichen Interessengruppen in den Planungsprozess einzubinden: Anwohnerinnen und Anwohner, Einzelhändlerinnen und Einzelhändler, Kundinnen und Kunden, Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer.

 

Christoph Götz, Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg: „Der Bau der Radspur wird von der BVV als Chance für die Straße in allen ihren Facetten erkannt. Wir freuen uns über den Beschluss. Der Fehler der Vergangenheit, einzig den Verkehrsaspekt zu betonen, darf nicht – auch nicht mit neuem verkehrspolitischen Anstrich - wiederholt werden.

 

 

 

 

 

17.07.2017 in Pressemitteilung

BSR plant neue Hauptverwaltung am Südkreuz

 

Hocherfreut zeigt sich die SPD-Fraktion über Planungen der Berliner Stadtreinigung (BSR) für eine neue Hauptverwaltung auf dem Gelände des bisherigen Recyclinghofs am Bahnhof Südkreuz. Diese wurden dem Ausschuss für Stadtentwicklung am 12. Juli vorgestellt.

Dabei sollen rund 900 Arbeitsplätze an dem Standort gebündelt werden. Geplant ist ein verdichteter Verwaltungskomplex mit Einzelhandelsflächen in den Erdgeschosszonen. Teil des Projektes ist auch ein 60 Meter hohes Hotel-Hochhaus an der markanten Ecke zum Hildegard-Knef-Platz. Die Pläne wurden durch den Ausschuss ausdrücklich goutiert, sodass nun ein entsprechendes Bebauungsplanverfahren auf den Weg gebracht werden kann.

Christoph Götz, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion: „Dieses Projekt ist stadtentwicklungs- und wirtschaftspolitisch ein ausgesprochen positives Signal für den Standort Südkreuz, der bislang noch völlig unterbewertet ist. Zugleich ist das Vorhaben planerisch der letzte Baustein, den es auf der „Schöneberger Linse“ zu setzen galt. Positiv sehen wir auch den Bau des Hotels, das für den schon heute hoch frequentierten Standort eine sinnvolle und attraktive Ergänzung darstellt“. 

Im kommenden Herbst plant das Bezirksamt auf Initiative der SPD-Fraktion eine öffentliche Informationsveranstaltung mit einer Gesamtschau über die zahlreichen Projekte auf der „Schöneberger Linse“, die in den kommenden Jahren in die Realisierung gehen. Die BSR wurde aufgefordert, für den Recyclinghof einen Ersatzstandort in gut erreichbarer Nähe zu schaffen. 

 

 

 

 

 

13.07.2017 in Pressemitteilung

SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg zur künftigen Nutzung der Teske-Schule

 

Anlässlich der aktuellen Berichterstattung über die geplante Nutzung der ehemaligen Luise-und-Wilhelm-Teske-Schule am Tempelhofer Weg als temporäres Bildungszentrum für Geflüchtete erklärt der schulpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Tempelhof-SchönebergKevin Kühnert:

 

„Die jüngsten Meldungen rund um die Pläne der Senatsverwaltung für die ehemalige Teske-Schule haben viele Menschen im Bezirk verunsichert. Wir sind froh, dass sich die meisten Befürchtungen rund um den Standort Tempelhofer Weg nach Rücksprache mit Bildungsstaatssekretär Rackles als unbegründet erwiesen haben. Entgegen anderslautender Berichte soll es dort um ein Bildungszentrum auf Zeit gehen. Die Rede ist von drei bis fünf Jahren. Das ist wichtig, da sich die Bezirksverordnetenversammlung erst jüngst dafür ausgesprochen hat, den Standort perspektivisch wieder ans Schulnetz zu nehmen. Wir sind überzeugt, dass der wachsende Bezirk Tempelhof-Schöneberg auf diese Kapazitäten keineswegs verzichten kann.

 

Staatssekretär Rackles hat zudem eine Anbindung an die Hugo-Gaudig-Sekundarschule in Tempelhof angekündigt, die beispielsweise im Rahmen gemeinsamer AG-Angebote gelebt werden kann – definitiv aber ohne die Umsiedlung von Schülerinnen und Schülern. Das Bildungszentrum kann auf diesem Wege auch die Musik- und die Volkshochschule oder Sportvereine für die Zusammenarbeit gewinnen, sodass der Standort sich öffnet und nicht abschottet. Ohne diese Mechanismen kann Integration kaum gelingen.“

 

Orkan Özdemir, Integrationspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg ergänzt:

„Die Integration geflüchteter Kinder und Jugendlicher in unsere Regelschulen steht für uns an erster Stelle. Ich begrüße daher die Ankündigung von Schulstadtrat Oliver Schworck, wonach seinerseits keine Ansiedlung von Willkommensklassen im temporären Bildungszentrum Tempelhofer Weg geplant ist. Die Einrichtung der angekündigten Profilklassen werden wir aufmerksam begleiten und darauf achten, dass alle Zusagen eingehalten werden. Dazu gehören die maximale Öffnung des Standortes und die klare Orientierung auf die Weitervermittlung der Schülerinnen und Schüler an reguläre Bildungseinrichtungen.“

 

 

 

13.07.2017 in Pressemitteilung

SPD-Fraktion begrüßt geplante Sanierung des „Kathreiner-Hochhauses“ - Soziale Nutzungen werden aber ausgeschlossen

 

Erfreut zeigt sich die SPD-Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg über eine Mitteilung der Senatsverwaltung für Finanzen, nach der das Berliner Immobilienmanagement (BIM) die Ansiedlung von Polizeidienststellen im sogenannten „Kathreiner-Hochhaus“ an der Potsdamer Straße prüft.

Das Baudenkmal aus dem Jahr 1930 wurde nach dem Krieg von der BVG genutzt und steht nach deren Umzug im Jahre 2008 leer. Dieser Leerstand betraf auch die gesamte weitere Blockkante zwischen Pallas- und Grunewaldstraße und wird im Bezirk als ein wesentlicher Faktor für die Standortschwäche der Potsdamer Straße insgesamt gesehen. Erst in den letzten Jahren belebt sich die Zeile langsam wieder, zum Beispiel mit der Ansiedlung der Firma mytoys.de und der privaten Hochschule der populären Künste.

Christoph Götz, Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion: „Wir begrüßen die Überlegungen zur Reaktivierung und Nutzung des Kathreiner-Hochhauses durch das Land ausdrücklich. Wir hoffen nun auf eine zügige Entscheidung sowie eine Sanierung des Baudenkmals und eine Stabilisierung der Straße insgesamt. Zugleich bedauern wir die Einschätzung des zuständigen Stadtrats Jörn Oltmann (Grüne), dass aufgrund der Sicherheitsrelevanz soziale Nutzungen von Teilen des Gebäudes ausscheiden. Hier besteht am Standort ein besonderer Handlungsdruck, insbesondere weil die benachbarten Jugendeinrichtungen Potse und Drugstore durch steigende Mieten bedroht sind“.