15.12.2011 in Geschichte

Julius Leber – Kohlenhändler im Widerstand

 

Da, wo die Leberstraße in Schöneberg in die Torgauer Straße mündet, befand sich die Kohlenhandlung Bruno Meyer Nachf., in der Julius Leber nach seiner Entlassung aus dem KZ Sachsenhausen im Jahr 1937 Teilhaber wurde. Sie diente dem Broterwerb, war aber auch der ideale unverdächtige Unterschlupf, von dem aus er den Widerstand gegen das NS-Regime in Verbindung zur Gruppe um Goerdeler, zum Kreisauer Kreis, zu Stauffenberg und zu kommunistischen Widerstandskämpfern organisieren konnte.

 

23.08.2011 in Geschichte

Friedrich Luft – die »Stimme der Kritik«

 

Vor hundert Jahren, am 24. August 1911, wurde in (Berlin-)Friedenau, Bundesallee 74 (damals Kaiserallee) der Theaterkritiker Friedrich Luft als Sohn einer Schottin und eines preußischen Lehrers, der an einem Schöneberger Gymnasium Französisch und Englisch unterrichtete, geboren.

 

21.03.2011 in Geschichte

Auf Spurensuche in Schöneberg

 

Kapp-Putsch forderte 1920 auch am Kaiser-Wilhelm-Platz Opfer

Im März 1920 kam es zu einem Putsch gegen die Weimarer Republik. Angeführt wurde er vom rechtsgerichteten Wolfgang Kapp und dem Kommandierenden General der Reichswehr Walther von Lüttwitz. Der Kapp-Putsch brachte das Deutsche Reich an den Rand eines Bürgerkrieges und zwang die Reichsregierung zur Flucht aus Berlin. Spuren hat er auch in Schöneberg hinterlassen.

 

11.03.2011 in Geschichte

Neues Leben in Luises Haus

 

Eine starke Frau an Kautskys Seite

Mit der Eröffnung des Karl und Luise Kautsky Hauses, dem neuen Sitz des Bundesverbandes der „Falken“ in der Saarstr. 14 in Friedenau, wird nicht nur an den linken Vordenker der Sozialdemokratie zur Zeit des Sozialistengesetzes erinnert, sondern auch an eine starke Frau an seiner Seite.

 

01.12.2010 in Geschichte

100 Jahre Schöneberger U-Bahn

 

Nach nur knapp zwei Jahren Bauzeit wurde vor 100 Jahren am 1. Dezember 1910 die U-Bahn-Linie mit der heutigen Bezeichnung U4 mit 5 Stationen und 2,9 km Länge eingeweiht. Die Feierlichkeiten waren jedoch sehr zurückhaltend, da der größte Schöneberger Förderer der U-Bahn, Bürgermeister Rudolph Wilde, genau einen Monat vorher gestorben war.

 

11.11.2010 in Geschichte

Rudolph Wilde – erster Bürgermeister der Stadt Schöneberg

 

Vor hundert Jahren, am 1. November 1910, starb 53-jährig Bürgermeister Rudolph Wilde während des Dienstes an seinem Arbeitsplatz. Er war nach der Verleihung der Stadtrechte an Schöneberg im Jahr 1898 (damals war Schöneberg das größte preußische Dorf) von der Stadtverordnetenversammlung als Erster Bürgermeister der Stadt Schöneberg gewählt worden und 1902 vom Kaiser zum Ersten Oberbürgermeister ernannt worden. Er leistete als Initiator zahlreicher städtebaulicher Aktivitäten und Planungen Vorbildliches für seine dynamisch wachsende Stadt:

 

09.09.2010 in Geschichte

Günther und Joy Weisenborn

 

1902 in Velbert im Rheinland geboren, gründete Günther Weisenborn schon mit 16 Jahren die „Bergische Spielgemeinschaft“, machte nach dem Abitur den Versuch, Medizin zu studieren, wechselte aber schnell zur Germanistik und Philosophie, wird Hilfsdramaturg am Stadttheater Bonn und schreibt erste Stücke. 1926 „U-Boot S 4“, ein Antikriegsstück, das gleichzeitig an vier Theatern zur Uraufführung kommt, in Berlin unter Piscator an der „Volksbühne“. Er übersiedelt nach Berlin und arbeitet mit Piscator, Eisler und Brecht.