SPD-Fraktion: "Ein Stück aus dem Tollhaus"

Veröffentlicht am 26.11.2018 in Pressemitteilung

Weiterhin keine Entwicklung des Standortes der Berliner Wasserbetriebe am Südkreuz


Mit erneut harscher Kritik reagiert die SPD-Fraktion darauf, dass nun auch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe den Verbleib der Serviceeinheiten der Berliner Wasserbetriebe (BWB) auf ihrem weitläufigen Grundstück am Werner-Voß-Damm, direkt am Bahnhof Südkreuz, unterstützt. Eine städtebauliche Entwicklung des Grundstücks soll weiterhin nicht erfolgen. Diese Linie wurde nun durch die zuständige Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe bestätigt. Lediglich Optimierungsmöglichkeiten der Grundstücksnutzung würden nun geprüft. 

Rund um das Südkreuz als drittgrößtem Bahnhof der Stadt entwickelt sich aktuell ein einzigartiges Kompetenz-Cluster rund um das Thema Energie und Versorgung: Vattenfall lässt sich ihre neue Zentrale am Hildegard-Knef-Platz bauen, die BSR zieht ihre Hauptverwaltung auf einem eigenen Grundstück vis-a-vis des Bahnhofs zusammen, das Europäische Energieforum EUREF mit einer Vielzahl von Unternehmen aus dem Bereich Energie, Nachhaltigkeit und Mobilität liegt in Fußweite. Dort siedelt sich die GASAG an und die Netzgesellschaft drängt ebenfalls in das Areal. Aus Sicht der SPD-Fraktion werden mit dem Beharren der BWB auf den Status quo große Chancen vertan. 

Christoph Götz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender: „Das ist ein Stück aus dem Tollhaus! Die öffentliche Hand hat in den letzten Jahren 28 Millionen Euro investiert, um die positive Standortentwicklung am Südkreuz zu befördern. Viele Firmen haben das begriffen und nutzen die Dynamik für sich. Die BWB wollen dort nun ernsthaft weiterhin ihre Wartungshallen betreiben und technische Fahrzeuge abstellen: In einer Premium-Lage soll Hinterhofnutzung stattfinden. Wir hatten die Hoffnung, dass die Chefetage der Wirtschaftsverwaltung korrigierend eingreift. Hier werden wir jetzt enttäuscht. Unser Fazit: Wenn die BWB und Senatorin Pop das Grundstück nun tatsächlich nicht hergeben wollen, sollten die BWB mit ihrer Hauptverwaltung zum Südkreuz kommen und Teil werden des neuen Kompetenz-Clusters. Motto: Raus aus dem Hexenhaus am Molkenmarkt und herzlich willkommen im frischen Wind am Südkreuz!"