Protest lohnt sich - die Lesbenberatung besteht mit vollem Angebot weiter!

Veröffentlicht am 09.07.2013 in Bezirk

„Die Kürzungen der Lesbenberatung sind vom Tisch, dafür sind wir etwas erschöpft“, beschrieb Claudia Apfelbacher, Koordinatorin der Lesbenberatung Berlin e.V. - Psychosoziales Beratungs- und Therapiezentrum / LesMigraS den Gemütszustand der Mitarbeiterinnen.

Noch vor kurzem stellte Berlins Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) unerwartet Kürzungen im laufenden Haushaltsjahr an die Lesbenberatung durch. Diese Kürzungen hätten dringend notwendige Versorgungsstrukturen im Feld der Gesundheit für Mitglieder der LGBTTI-Community zerstört, den Zugang zu medizinischen und psychotherapeutischen Behandlungsangeboten massiv erschwert und somit die gleichberechtigte Nutzung unseres Gesundheitswesen verhindert. Die SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg initiierte einen Dringlichkeitsantrag, der den Senat aufforderte die Gelder für die Lesbenberatung bereitzustellen. Die CDU sprach damals dem Anliegen die Dringlichkeit ab. Dennoch: Die Kürzungen wurden zurückgenommen, die Angebote für lesbische Frauen und Trans* bestehen weiter.

Auftakt der Sommertour durch queere Projekte in Schöneberg
Mit dieser tollen Botschaft begann am 04. Juli das erste Gespräch der Sommertour der SPD-Fraktion der BVV Tempelhof-Schöneberg, die gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Mechthild Rawert durchgeführt wird.

Sechs Einrichtungen und Projekte der queeren Szene in Schöneberg werden besucht. Der Besuch der Lesbenberatung in der Kulmerstraße 20a war unser Auftakt. Die Lesbenberatung ist ein Krisen- und Konfliktzentrum für lesbische und bisexuelle Mädchen und Frauen sowie Trans*. In Beratungs- und Therapieangeboten sowie durch Life Coaching gibt es vor Ort Hilfe für Einzelne und in der Gruppe. Coming Out spielt genauso eine Rolle wie gesundheitliche Vorsorge, Gewalt im Alltag oder in der Beziehung. Einen besonderen Schwerpunkt setzt die Lesbenberatung auf Mehrfachdiskriminierung: In ihrem Projekt LesMigraS werden Frauen unterstützt, die Diskriminierungserfahrungen nicht nur aufgrund ihrer sexuellen Identität haben, sondern auch aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe, Herkunft und/oder religiösen Orientierung.

Fazit: Ein gelungener Start in eine spannende Sommertour.

 
 

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