Facelifting für den »Nolli«

Veröffentlicht am 25.03.2012 in Bezirk

Der Platz braucht dringend eine Aufwertung – und die AnwohnerInnen mischen gerne mit.

Der Nollendorfplatz soll mehr Aufenthaltsqualität erhalten. Das hat jetzt die SPD-Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof- Schöneberg gefordert.

Die BVV beschloss den vom Bezirksverordneten Christoph Götz eingebrachten Antrag, dass das Bezirksamt gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ausloten möge, welche verkehrstechnischen Spielräume und finanziellen Möglichkeiten zu einer Neugestaltung des Platzes bestehen. Erhofft wird, dass das Thema auf der Landesebene erkannt und aufgegriffen wird und der Senat Mittel, zum Beispiel aus seinem Plätzeprogramm oder dem städtebaulichen Denkmalschutz, zur Verfügung stellt. Nichts erinnert mehr daran, dass der Nollendorfplatz ursprünglich nach den Vorstellungen des Gartenarchitekten Peter Josef Lennè angelegt wurde. Mehrmals wurde die Fläche grundlegend umgestaltet, zunächst mit dem Bau des U-Bahn-Eingangsgebäudes in der Platzmitte, später mit der grundlegenden Umgestaltung im Sinne der autogerechten Stadt der 50er- und 60er-Jahre. Heute wird das Bild von dieser weitläufigen Verkehrsführung geprägt, die Fläche ist durch unzählige Verkehrsinseln und überbreite Fahrbahnen zergliedert und bietet keinen Raum für Aufenthalt und Begegnung. Der Ort wirkt insgesamt unerfreulich und verwahrlost und fällt in seiner Gestaltung deutlich ab, z.B. gegenüber dem Wittenberg-, dem Viktoria-Luise- oder dem Winterfeldtplatz – die übrigens mit dem Nollendorfplatz und weiteren Anlagen ein geometrisches System im Straßennetz bilden. Dieser Nachholbedarf wirkt sich am »Nolli« auch auf die Gewerbestruktur aus: Einzelhandel und Gastronomie halten sich trotz zentraler Stadtlage kaum über längere Zeit.

Attraktivität zurückgewinnen

Dies soll sich ändern. Der Platz muss wieder Zentrum des Quartiers werden, meint die SPD. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Zugewinn von Attraktivität in der vorderen Maaßenstraße und im Bereich des derzeitigen Parkplatzes vor dem Goya-Club. Aber auch die Einmündung der Else-Lasker-Schüler-Straße am nördlichen Rand des Platzes benötigt dringend eine Umgestaltung. Im Übergang zur Einemstraße bestehen derzeit acht Fahrspuren, die einst für eine Autobahnzuführung gedacht waren. Hier bieten sich erhebliche Spielräume für breitere Gehwege, mehr Sicherheit und mehr Aufenthalts-
qualität für Fußgänger. Bei der Umgestaltung soll auch die Führung der Radfahrer attraktiver und sicherer werden. Auch der »Rosa Winkel«, die Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus am U-Bahn-Empfangsgebäude muss endlich einen würdigeren Rahmen erhalten, so Christoph Götz.

Großes Interesse

Das Bemühen um eine Umgestaltung des Nollendorfplatzes trifft indes auf breites Interesse. So haben sich in den letzten Monaten auch Studentinnen und Studenten des Masterstudiengangs Landschaftsarchitektur an der Technischen Universität Berlin Gedanken um den Platz gemacht. In einer gut besuchten Veranstaltung im »Amerika-Haus« in der Hardenbergstraße, in dem heute das »Forum City-West« sitzt, haben sie Anfang März Anwohner/innen und Vertreter/innen aus dem Bezirk, der Verwaltung und dem Senat ihre Ideen präsentieren können. Auch eine facebook-Gruppe »Zukunft Nollendorfplatz - jetzt« hat sich bereits gegründet. Beste Voraussetzungen für
die Durchführung des ohnehin geplanten Gestaltungswettbewerbs und einer umfassenden Bürgerbeteiligung, in der die bes- ten Ideen für den »Nolli« gewon-nen werden sollen.

 
 

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