Begegnungszone Maaßenstraße beschlossen

Veröffentlicht am 23.05.2014 in Pressemitteilung

Auf Initiative der SPD-Fraktion hat die BVV Tempelhof-Schöneberg in ihrer Sitzung am 21.05.14 mit rot-grüner Mehrheit die von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung konzipierte sogenannte Begegnungszone in der Maaßenstraße mit einigen Auflagen bestätigt. Damit kann das Vorhaben noch in diesem Jahr umgesetzt werden.

Das Konzept der Begegnungszone sieht vor, dass die Straße als sozialer Raum zurück gewonnen werden soll. Die Präsenz des Kraftverkehrs soll deutlich zurück gedrängt und mehr Attraktivität für den Aufenthalt für Anwohner und Passanten geschaffen werden. Für den allgemeinen Verkehr soll daher künftig nur jeweils eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung stehen, Parkplätze entfallen in der Straße. Die gewonnenen Flächen werden der Nutzung durch Fußgänger zugeschlagen. Bereits im vergangenen Jahr war das Vorhaben in verschiedenen Bürgerforen und Diskussionen vorgestellt und erörtert worden.

 

Der Beschluss, der nun auf Initiative der SPD-Fraktion gefasst wurde, greift einige der Kritikpunkte der Anwohner auf: So sollen die Möglichkeiten zur zukünftigen Anlieferung der Geschäfte planerisch verbessert werden, die noch bestehenden Gehweg-Radwege baulich komplett zurück genommen und die gewonnenen Flächen für den Fußverkehr keinesfalls der bereits heute überbordenden Außengastronomie zur Verfügung gestellt werden.

 

Christoph Götz, Stadtentwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Einer der wesentlichen Kritikpunkte der Anwohner ist die Befürchtung, dass die Straße sich noch stärker zu einer touristischen Partymeile entwickelt. Einer solchen Entwicklung wollen wir mit dem nun gefassten Beschluss entgegen wirken. Der bereits heute dominierenden Außengastronomie sollen keine weiteren Flächen zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich sollen die neu gewonnenen Flächen für die Fußgänger z.B. durch die Ausstattung mit Bänken und Spielgeräten so gestaltet werden, dass ihre soziale Zweckbestimmung deutlich wird“. Ein weiterer starker Kritikpunkt aus der Anwohnerschaft betrifft den Fortfall von rund 50 Stellplätzen am Straßenrand. Götz: „Wir nehmen diese Kritik ernst, wollen aber das Experiment „Begegnungszone“ in unserem Bezirk möglich machen. Berlin ist Kompetenzzentrum für Verkehrsfragen und soll es bleiben. Um die Sorgen der Anwohner aufzugreifen werden wir uns noch vor der Sommerpause mit einem Parkraumkonzept für den Kiez befassen“. In der BVV-Debatte erinnerte Götz an die ebenfalls heftigen Diskussionen bei der Einführung der ersten Busspuren und der ersten Radfahrstreifen in Berlin oder bei dem Bau von Fußgängerzonen in vielen historischen Altstädten. In den meisten Fällen sei nach kurzer Zeit eine breite Akzeptanz erzielt worden. Götz: „Sollte sich aber nach einiger Zeit herausstellen, dass das Konzept „Begegnungszone“ in der Maaßenstraße tatsächlich nicht oder nur bedingt funktioniert, werden wir uns nicht scheuen auch Schritte rückwärts zu gehen“.

 
 

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