Qualität des Schulessens deutlich verbessern

Die Bezirksverordnetenversammlung ersucht das Bezirksamt, vor Neuausschreibung der Essensversorgung an Schulen die Schulkonferenzen der Schulen an der Erarbeitung von Zuschlagskriterien zu beteiligen. Hierzu sollte ein möglichst effektives Verfahren gefunden werden, um möglichst zeitnah das Votum der Schulkonferenzen zu folgenden Punkten zu erbitten und das Ergebnis in das Ausschreibungsverfahren aufzunehmen:
  • Ökologische Herkunft der Speisen
  • Geografische Herkunft der Speisen
  • Zusammensetzung der Speisen (Fleisch- und Rohkost- und Süßspeisenanteil)
Unbestrittene Grundvoraussetzung für das Ausschreibungsverfahren sind folgende Punkte, die bei der Formulierung der Ausschreibungskriterien zu berücksichtigen sind:
  • schonende und hygienische Herstellung der Speisen
  • minimale Warmhaltezeiten oder sofortige Kühlung nach Zubereitung, wenn die Möglichkeit der schonenden und hygienisch einwandfreien Erwärmung vor Ort besteht
  • abwechslungsreiches und kindgerechtes Angebot
  • reichliches Angebot an Gemüse und Obst
  • allergie-, religionsberücksichtigende und vegetarische Alternativangebote
  • Ästhetik in der Darreichung, positives Geschmacksempfinden (Sicherstellung durch re-gelmäßige Verkostung und Evaluierung)
  • kurze Sonderkündigungsfristen zum Ablauf des Monats bei Nichteinhaltung der Qualität
Ferner sollen ab 2012 Referenzessen unangemeldet in allen Schulen stattfinden, bei denen Schüler/innen, Eltern sowie pädagogisches Personal die Möglichkeit haben, ihre Meinung über das Essen zu äußern, die eventuelle Konsequenzen zur Folge haben können (Nachbesserung, verkürzte Kündigungen). Der Vorgang der gesamten Ausschreibung sowie die Auswahl der Caterer wird transparent gestaltet. Zu jeder Zeit ist der Stand der Dinge und der Entscheidung öffentlich einsehbar. Begründung: Eine vitaminhaltige und frische Mittagsmahlzeit in den Schulen ist zweifelsohne für die gesundheitliche Entwicklung der Kinder maßgeblich. Auch die gemeinsame Einnahme ist für die Gruppendynamik von unschätzbarem Wert. So ist es auch für den weiteren Unterrichtsverlauf am Nachmittag von großer Bedeutung, wenn die Kinder mit Genuss am gemeinsamen Essensgeschehen teilnehmen und entspannen können. Seit Beginn der Darreichung der Mahlzeiten in den Schulen sind immer wieder Klagen über die Qualität der Essen und somit über die Caterer zu vernehmen. Kritik in Bezug auf die Herkunft des Essens, die Verarbeitung, aber auch den Geschmack wurde häufig geäußert. Insbesondere wurden auch vitaminreduzierte, zuckerlastige und einseitige Kost bemängelt. Vereinzeln wurden Nachbesserungen durchgeführt, Kündigungen eher selten ausgesprochen, was bei Eltern auf Unverständnis stößt, so dass man wieder auf das eigene Stullenpaket vertraut. Eine Beteiligung der Schulkonferenzen der Schulen sowie ein transparentes Ausschreibungsverfahren mit Verkostung vor und nach der Vertragsabwicklung würde Akzeptanz der Auswahl und die Qualität der Speisen steigern. Berlin, den 07.05.2012 Daniel Behrendt

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