Gedenken an Franz Hessel

Die BVV ersucht das Bezirksamt zu prüfen, ob eine Ehrung Franz Hessels durch die Anbringung einer Gedenktafel an seinem Wohnhaus in der Lindauer Straße 8 erfolgen kann.

Begründung:
Franz Hessel 1880 in Stettin geboten und 1941 in Sanary-sur-Mer gestorben, hat mit seinen Feuilletons Berlin ein wunderbares „Denkmal“ gesetzt. Die Feuilletons, die 1929 unter dem Titel „Spazieren in Berlin“ zum ersten Mal erschienen, wurden in den achtziger Jahren vom Verlag Das Arsenal wieder neu aufgelegt unter dem Titel „Ein Flaneur in Berlin“. Dort heißt es in einem Verlagsprospekt: „Bekannt wurde er im Berlin der Zwanziger Jahre als empfindsamer Feuilletonist, durch seine Proust- und Balzac-Übersetzungen und vor allem durch Spazieren in Berlin (1929), in dem Walter Benjamin 'die Wiederkehr des Flaneurs' in der deutschen Literatur sah. Franz Hessel, der nach 1933 nichts mehr veröffentlichen durfte, emigrierte 1938 nach Frankreich, wurde bei Kriegsbeginn im berüchtigten Lager Les Milles interniert (und starb an den Folgen).“
Bevor er nach Paris floh, wohnte Franz Hessel in der Lindauer Str. 8 in Schöneberg. Er ist im Übrigen der Vater von Stéphane Hessel, der gerade mit der Schrift „Empört Euch!“ von sich reden macht.

Berlin, den 09.01.2012
Melanie Kühnemann

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