Jugendhilfe-Sommertour Mariendorf am 21.08.12

Veröffentlicht am 01.10.2012 in Jugend

Als Vorsitzende des Jugendhilfeausschuss besuchte ich im August die sieben Regionen der Jugendhilfe (Schöneberg Nord, Schöneberg Süd, Friedenau, Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade), um mir einen besseren Eindruck des Sozialraumes und der Angebote und Bedürfnisse für Kinder und Jugendliche machen zu können. Die vierte Sommertour führte mich durch die Region Mariendorf. Ich besuchte die Jugendarbeit an der Rudolf-Hildebrandt-Grundschule, die Jugendfreizeiteinrichtungen KiJuM und Bungalow sowie die Straßensozialarbeit von Outreach, die Kindertagesstätte am Volkspark des Kitaeigenbetriebes Südwest, den Schwerpunktträger VbU und den Standort des Nachbarschaftstreffpunkt KoKuMa des Diakonische Werks Tempelhof-Schöneberg mit den Projekten Mutter-Kind-Cafe Atempause, den Jugendmigrationsdienst und die Jugendmanufaktur sowie die Standorte der Tagesgruppe.

Der Schülerclub Villa befindet sich in der Rudolf-Hildebrandt-Grundschule. Betrieben wird der Schülerclub von NUSZ. Dabei stellt der Raum in der ersten Etage nicht nur einen Standort der Betreuung nach der Schule dar, sondern es werden kiezorientierte Projekte, wie eine Fotoausstellung zu den Lieblingsorten der Schüler und Schülerinnen veröffentlicht.

Der Bungalow ist eine kommunale Jugendfreizeiteinrichtung am Mariendorfer Damm in unmittelbarer Nähe des Volksparks Mariendorf. Kinder- und Jugendarbeit findet über offene Angebote statt. Zudem gibt es diverse sportorientierte Angebote wie Billiard, Basketball und Fußball auf dem großen angegliederten Gelände. Tanzen, gemeinsames Kochen oder Hausaufgabenhilfen finden in dem großen sanierten Gebäude statt. Erinnerungskultur und Aufarbeitung der NS-Zeit, Akzeptanz unterschiedlicher Menschen werden mit Projekten aufgegriffen. Der Bungalow ist auch Standort und Beratungsbüro der Straßensozialarbeiter*innen von Outreach.

Outreach spricht Jugendliche an, die durch klassische Jugendfreizeitangebote nicht erreicht werden. Mit Sportangeboten, Theateraufführungen und anderen Gruppenangeboten werden die Jugendlichen motiviert, sich einzubringen. Häufig erstaunt das Engagement und die Kooperationsbereitschaft für die Gruppenprojekte die Lehrer und Lehrerinnen der Jugendlichen. Erschwert hat sich das Streetworking allerdings seit die Hermann Köhl-Schule in Mariendorf nicht mehr existiert.

Der Verein für betreuten Umgang (VbU) e.V. bietet Hilfen zur Erziehung. Betreuter Umgang ist der Fachbegriff für die Begleitung von Kindern und Jugendlichen, deren Eltern sich in Scheidung bzw. Trennung befinden, in Fällen, in denen den Eltern der Umgang mit den Kindern schwer fällt. So spielt auch Trennungs- und Scheidungsberatung eine wichtige Rolle bei VbU. Eine besondere Ansprache bietet VbU mit dem Projekt „Besondere Kinder – besondere Eltern“ und bietet in offenen Gruppen Unterstützung für Eltern von Kindern mit Beeinträchtigung.

Das KoKuMa (Kommunikation und Kultur in Mariendorf) ist ein Stadtteilzentrum des Diakonischen Werk Tempelhof-Schöneberg. Neben allgemeinen Beratungsangeboten gibt es kreative, musische und Bewegungsangebote. Ehrenamtliches Engagement soll mit dem Känguru-Projekt befördert werden.

Im Cafe Atempause (ein Kooperationsprojekt mit dem Jugendamt) können Mütter mit Kleinkindern sich beim Frühstück austauschen und nach Wunsch Erziehungs- und Gesundheitsfragen beantworten lassen. Der im Haus ansässige Jugendmigrationsdienst (JMD) begleitet und berät junge Migrant*innen. Der JMD ist eine der wenigen Projekte, die sich auf die Begleitung von Menschen mit Migrationshintergrund in Mariendorf spezialisiert haben und bildet somit eine Ausnahme. Die Jugendmanufaktur (JuMa) bietet Schulverweigerern die Chance, in den Lernwerkstätten für den Bereich Holz- bzw. Textilverarbeitung ihren Abschluss zu erreichen. Ziel ist es, Schüler und Schülerinnen der 7. Integrierten Sekundarstufe am Ende des Programms in die Regelschule zu reintegrieren.

Die kommunale Jugendfreizeiteinrichtung KiJuM (Kinder- und Jugendhaus Mariendorf) bietet offene und Gruppenangebote über 2 Etagen an. Die dritte Etage ist aufgrund von Brandschutzbestimmungen bis zu dem Bau einer Feuertreppe geschlossen, so dass die Angebote vor allem im Sportbereich nur eingeschränkt stattfinden können. In Kooperation mit der JFE Bungalow bietet das KiJuM freitags einen Mädchentag, während das Bungalow einen Jungentag durchführt. Der Skater-Standort Ringpark wird in die Angebotsstruktur mit eingebunden. Beliebt ist auch das gemeinsame Kochen.

Marijke Höppner

 

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