Umbau des Tempelhofer Damms - SPD fordert Überarbeitung der Planung

Veröffentlicht am 31.10.2019 in Pressemitteilung

Die Umbauplanung für den Tempelhofer Damm zwischen Platz der Luftbrücke und Borussiastraße stößt bei der SPD-Fraktion auf Kritik. Der aktuelle Planungsstand ist kaum dazu geeignet, die bestehenden Verkehrsprobleme in dem Bereich zu beseitigen. Die SPD-Fraktion fordert daher eine Überarbeitung der Planung. 

 

In den Jahren 2022 bis 2025 wird der Tempelhofer Damm zwischen Platz der Luftbrücke und Borussiastraße saniert. Damit verbunden ist die Erneuerung aller technischen Anlagen im Erdreich sowie die Abdichtung des BVG-Tunnels. Das Vorhaben wurde den Verordneten durch die federführend verantwortlichen Berliner Wasserbetriebe im Ausschuss für Straßen, Verkehr, Grünflächen und Umwelt präsentiert. Dabei wurde deutlich, dass die in den letzten Jahren bereits von der BVV beschlossenen Maßnahmen bislang gar nicht in die Planung aufgenommen wurden: Eine Abbiegespur in Richtung Neukölln vor dem Platz der Luftbrücke, eine Ampel am Feld-Zugang Peter-Strasser-Weg und eine komplette Modernisierung der Autobahnanschlussstelle, deren fehlende Leistungsfähigkeit heute Ursache für den täglichen Stau stadtauswärts ist. Fahrradwege sollen teils als Gehweg-Radwege, teils im Straßenraum geführt werden. Gehweg-Radwege sind bekanntlich problematisch und stoßen generell auf Kritik, da ihre Oberflächen nach wenigen Jahren von den Wurzeln angrenzender Bäume durchbrochen werden. 

 

Christoph Götz-Geene, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion: "Die Erneuerung des Tempelhofer Damms ist die einmalige Chance, um hier nachhaltige Verbesserungen zu erreichen. Mit der von den Berliner Wasserbetrieben vorgelegten Planung wird diese Chance vertan denn es wird kaum eines der zahlreichen Probleme in dem Bereich gelöst. Wir brauchen einen großen Wurf für den Te-Damm statt 'Klein-Klein'. Die zentrale Zuständigkeit ist bei den Wasserbetrieben möglicherweise falsch angeordnet. Wir fordern Verbesserungen für den Verkehrsfluss, insbesondere die Modernisierung der Autobahnanschlussstelle, eine Ampel am Feld-Zugang am Peter-Strasser-Weg sowie vernünftige Fahrradspuren, die nicht im Gehwegbereich verlaufen sollten. Insbesondere die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz ist nun gefordert, das Vorhaben in vernünftige Bahnen zu lenken."