SPD-Fraktion irritiert über Sport-Anträge in der BVV – „Unredlich und an der Grenze zum Populismus“

Veröffentlicht am 29.10.2019 in Pressemitteilung

Mit großer Verwunderung reagiert die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg auf zwei Anträge der weitgehend autark agierenden grünen Bezirksverordneten Mross und der Linksfraktion zum Thema Sportpolitik, die in der nächsten Sitzung der BVV am Mittwoch eingebracht werden sollen.

Dies betrifft vor allem den Antrag zu den Tempelhof-Schöneberger Bädern von Frau Mross, Linksfraktion und der CDU (1391/XX) und den Antrag über die zukünftige Nutzung des Grundstücks der heutigen „Allianz-Arena“ in Mariendorf (1408/XX) von Frau Mross. Besonders irritiert zeigt sich die SPD-Fraktion darüber, dass Anträge zu Sachverhalten eingebracht werden, in denen das Bezirksamt zum Teil schon seit Jahren aktiv ist.

 

Oliver Fey, stellvertretender Vorsitzender und sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Die Anträge zu den Tempelhof-Schöneberger Bädern und zur Allianz-Arena grenzen an Populismus. Sie suggerieren, dass das Bezirksamt zu diesen Themen bisher untätig war und ignorieren völlig, dass in den zuständigen Ausschüssen zum Teil seit Jahren darüber berichtet wurde. Das Bezirksamt muss nicht erst von Frau Mross oder der Linksfraktion zum Handeln aufgefordert werden, da es bereits seit langem handelt.“

 

Insbesondere die Situation der Bäder im Bezirk sei auf Initiative von Sportstadtrat Oliver Schworck gemeinsam mit Vereinen, Bezirkssportbund, den Bäderbetrieben und den Fraktionen bereits am Anfang der Wahlperiode erörtert worden und sei seitdem ständig Thema im Ausschuss. Zudem sei Bäderpolitik nicht in der Zuständigkeit der Bezirke, sondern der Bäderbetriebe und des Landes. Der Bezirk könne maximal fordern und vermitteln, hat aber nur wenig zu entscheiden. Dies müssten eigentlich auch die Antragsteller*innen wissen.

 

In Bezug auf die zukünftige Nutzung des Geländes der Allianz-Arena in Mariendorf laufen ebenfalls bereits seit vielen Monaten Gespräche des Bezirksamts und Sportstadtrat Schworck mit allen Beteiligten, über die ständig im Sportausschuss berichtet werde.

 

Oliver Fey: „Die Motivation von Frau Mross und auch der Linksfraktion ist klar: ´wir schreiben mal ein paar Anträge und tun so, als sei das alles unsere Idee. Und wenn es dann nicht so funktioniert wie gewollt, ist das Bezirksamt schuld, da es ja nicht auf uns gehört hat´. Diese Politik ist in höchstem Maße unredlich und wird nicht die Unterstützung der SPD-Fraktion finden. Wir machen seit vielen Jahren eine Sportpolitik, die in gutem Dialog mit Bezirkssportbund, den Vereinen und den Sportlerinnen und Sportlern das ermöglicht, was auch wirklich möglich ist. An Augenwischerei beteiligen wir uns auch in Zukunft nicht. Dazu ist der Sport in Tempelhof-Schöneberg zu wichtig!