Podiumsdiskussion zur Entwicklung des Tempelhofer und Mariendorfer Damms

Veröffentlicht am 05.06.2012 in Bezirk

Die B96 ist eine zentrale Versorgungsachse für unseren Bezirk. Gleichzeitig ist der Tempelhofer und Mariendorfer Damm das Zentrum und die Haupteinkaufsstraße beider Stadtteile. Seit nunmehr 20 Jahren beobachten wir eine strukturelle Veränderung, die sich durch eine vermehrte Verdrängung kleiner Traditionsbetriebe und einen Rückgang des inhabergeführten Einzelhandels ausdrückt.

Die bestehenden Läden werden vielfach durch großflächigen Einzelhandel oder Angebote aus dem Niedrigpreissegment ersetzt. Zudem wird die Aufenthaltsqualität durch das hohe Verkehrsaufkommen, durch steigende Lärm- und Feinstaubemissionen belastet. Bereits in der vergangenen Wahlperiode hat die BVV auf Initiative der SPD-Fraktion den Antrag „Perspektiven für die Tempelhofer Nord-Süd-Achsen“ beschlossen und damit ein Leitbild für eine vitale Einkaufsstraße und eine verträgliche Hauptverkehrsstraße entworfen.

Auf dieser Grundlage diskutierte der Arbeitskreis Wirtschaft der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg am Freitag den 01. Juni 2012 in der Tempelhofer „Spukvilla“ die vielschichte Problemlage sowie mögliche Konzepte für die weitere Entwicklung der B96. Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler berichtete von den zahlreichen Initiativen der bezirklichen Wirtschaftsförderung und betonte die Bedeutung der Vernetzung aller Akteure vor Ort. Auch sicherte sie die Unterstützung des Bezirksamts für weitere Schritte zu. Zahlen zum Einzelhandel und zur Kaufkraftsituation in Tempelhof und Mariendorf lieferte Dieter Simon. Als ehemaliger Hafen-Center-Manager kennt Simon die Schwierigkeiten der Händlerinnen und Händler vor Ort und ist der Einkaufsstraße auch nach seiner Tätigkeit im Hafen-Center verbunden geblieben. Mit dem Vorsitzenden des Vereins TeMa e.V., Jörg Zander, steuerte ein weiterer Experte seine Erfahrungen bei. Der Verein hat sich in den letzten Jahren bei der Ansprache der Einzelhändler_innen engagiert und zahlreiche Veranstaltungen zur Verkehrsbelastung an der B96 organisiert. Der Mariendorfer SPD-Abgeordnete Frank Zimmermann, ebenfalls seit vielen Jahren am Tempelhofer und Mariendorfer Damm engagiert, stellte schließlich kurzfristige Handlungsansätze und langfristige Strategien dar. Insbesondere wies er auf die Verantwortung der Hauseigentümer und Vermieter vor Ort hin und begrüßte die neuerliche Initiative zur Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität an der B96.

In der folgenden ausführlichen Diskussion wurden insbesondere die hohe Verkehrsbelastung, die Schwierigkeiten bei der Vernetzung der Einzelhändler_innen und eine fehlende Identität der Einkaufstraße als Problemlagen erkannt und ausgeführt. Gleichzeitig verständigten sich alle Teilnehmer_innen auf kurzfristige und langfristige Lösungsansätze. So soll der Aufbau einer Händler_innengemeinschaft ebenso in Angriff genommen werden, wie Maßnahmen zur Reduzierung der Lärm- und Feinstaubbelastung. Langfristig wird ein Masterplan mit einem Geschäftsstraßenmanagement befürwortet. Auch soll die Verantwortung der Hauseigentümer stärker eingefordert und Instrumente wie die Einrichtung eines Business Improvement District geprüft werden.

Der Vorsitzende des Arbeitskreises Wirtschaft und Bezirksverordnete, Jan Rauchfuß, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. „Am Tempelhofer und Mariendorfer Damm gibt es zahlreiche engagierte Akteure, die viel Zeit und Anstrengung in die Verbesserung der Aufenthalts- und Lebensqualität investieren. Nun gilt es, die Kräfte zu bündeln und die gemeinsam gesteckten Ziele in Angriff zu nehmen. Besonders freut mich, dass wir dabei um die Unterstützung der SPD-Fraktion und unserer Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler wissen.“

 
 

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