Berliner Neonazis erneut in Friedenau aktiv – Solidarität mit Petra Fritsche!

Veröffentlicht am 16.05.2013 in Pressemitteilung

In der Nacht zu Montag, dem 13. Mai 2013, wurde die Wohnung von Petra Fritsche als Ziel eines neonazistischen Anschlags mit den Worten „Vorsicht: Judenfreundin“ be-schmiert, ihr Briefkasten wurde durch einen Sprengkörper zerstört.

Petra Fritsche ist Mitglied der „Stolpersteininitiative Stierstraße Berlin-Friedenau“ und engagierte Stadtführerin und Erinnerungsarbeiterin. Sie organisiert Rundgänge zur Geschichte der antifaschistischen Widerstandsorganisation „Rote Kapelle“, den ehemaligen jüdischen Bewohnern Friedenaus, aber auch zu den nationalsozialistischen Tätern.

Der Angriff auf die Wohnung von Petra Fritsche ist Zeichen der akuten Bedrohung, der die Menschen, die sich gegen Rechtsextreme und für den Antifaschismus einsetzen, ausgesetzt sind. Das Muster des antisemitischen Anschlags führt direkt zum sogenannten „Nationalen Widerstand Berlin“. Ähnliche Anschläge auf antifaschistisch engagierte Menschen wurden bereits in Treptow-Köpenick, Neukölln und Kreuzberg verübt. Auch das Tempelhofer Wahlkreisbüro von Mechthild Rawert in der Friedrich-Wilhelm-Straße war bereits Ziel eines rechtsextremen Anschlags.

Die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg steht solidarisch an der Seite von Petra Fritsche und allen von Neonazis und Antisemiten angegriffenen und bedrohten Men-schen!

Die Stolpersteininitiative Stierstraße Berlin-Friedenau wird im September 2013 weitere Stolpersteine in der Stierstraße verlegen. Gemeinsam werden wir den Einschüchterungsversuchen Berliner Neonazis entgegentreten und uns weiter für die antifaschistische Arbeit und das Gedenken an die Opfer des Nazi-Terrors in Tempelhof-Schöneberg einsetzen.

Die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg lädt am Dienstag, den 28. Mai 2013 zur Veranstaltung „Friedenau zeigt Zivilcourage gegen Rechts" von 19:30 bis 21:30 Uhr, im Nachbarschaftsheim Schöneberg, Rheinstraße 53-54, 12161 Berlin ein.