Barrierefrei unterwegs

Veröffentlicht am 07.01.2013 in Bezirk

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Tempelhof-Schöneberg geht vorneweg beim Abbau von Barrieren.
Fast die Hälfte aller Wege, die wir in unserer Stadt zurücklegen, erledigen wir zu Fuß. Grund genug, sich einmal Gedanken zu machen, wie und wo uns dabei Barrieren im öffentlichen Raum vor besondere Herausforderungen stellen.

Von Hans G. Kegel

Genau das war der Ansatz, den der bezirkliche »Beirat von und für Menschen mit Behinderung« und der Verein »agens e.V.« verfolgten, als sie mit Unterstützung des Bezirksamts in akribischer Fleißarbeit die Straßen und Plätze in Tempelhof-Schöneberg unter die Lupe nahmen: Wo sind nicht abgesenkte Bürgersteige ein Hindernis für gehbehinderte Men- schen oder Rollstuhlfahrer? Wo versperren Poller oder Schilder Eltern mit Kinderwagen den Weg? An welche Stellen fehlen spezielle Bodenplatten, die sehbehinderten Menschen den Weg weisen?

Die Erkenntnisse, die u.a. bei Begehungen vor Ort und durch Hinweise von Anwohnerinnen und Anwohnern gesammelt wurden, füllen eine endlos erscheindende Liste. Mehr als 3.000 Bordsteinkanten sind noch abzusenken und ca. 10.000 taktile Bodenplatten sind noch an Kreuzungen im Bezirk zu installieren, um möglichst gefahrlose und barrierefreie Wege zu ermöglichen.

Große Aufgaben brauchen gute Lösungen

Um mit dieser Herausforderung überhaupt umgehen zu können, wurde eine überschaubare Liste von Orten erstellt, an denen sich mit gezielten Maßnahmen möglichst große Effekte erzielen lassen. 52 Verkehrspunkte umfasst diese »Prioritätenliste«. Sie wurden vom Behindertenbeirat nach ihrer Bedeutung für sinnvolle Wegeverbindungen ausgesucht, etwa von einer Seniorenwohnanlage ausgehend zum nächsten barrierefreien U-Bahnhof.

Der Bezirk ist gut aufgestellt

„Die Prioritätenliste kommt genau zum richtigen Zeitpunkt“, stellte Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) bei der Vorstellung der Liste am 8. November im Rathaus Schöneberg fest. Denn der Berliner Senat hat in diesem Herbst den Bezirken erstmalig Sondermittel aus dem Programm »Fußverkehrsstrategie« zur Verfügung gestellt. Damit können Maßnahmen zur barrierefreien Gestaltung des öffentlichen Straßenlandes finanziert werden. Mit Hilfe der vorliegenden »Prioritätenliste« konnte rasch auf diese Unterstützung zurückgegriffen werden. An ersten Kreuzungsbereichen aus der Liste wurde bereits mit den Tiefbauarbeiten begonnen. Wenn das Wetter mitspielt, können bis Ende des Jahres schon sieben Kreuzungsbereiche fertig gestellt werden.

Tempelhof-Schöneberg ist der erste Bezirk in Berlin, der über eine solche Liste zu beseitigender Barrieren verfügt. Damit ist er für die Jahre bis 2020 – so lange läuft das senatsfinanzierte Programm – gut aufgestellt und kann ohne weiteren Aufwand Mittel abrufen, um damit Stück für Stück unseren Bezirk ein wenig »gangbarer« zu machen.

Die »Prioritätenliste« kann hier als PDF heruntergeladen werden.

 
 

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