Zukunft von Potse und Drugstore im Schöneberger Norden

Veröffentlicht am 20.11.2017 in Pressemitteilung

BVV diskutiert über die Zukunft von Potse und Drugstore - SPD fordert neues Haus für Jugend und Kultur im

Schöneberger Norden

 

Auf Initiative der SPD-Fraktion debattierte die BVV die Möglichkeiten zur Rettung der Jugendfreizeiteinrichtungen Potse und Drugstore, die am bisherigen Standort in der Potsdamer Straße durch massiv steigende Mieten bedroht sind. Das Bezirksamt teilte auf eine Große Anfrage des Bezirksverordneten Christoph Götz mit, dass noch Varianten geprüft werden. Unter anderem seien dies ein aufwändiger Umbau des Hochbunkers in der Pallasstraße und die Anmietung einer Gewerbefläche in der Bülowstraße. Bereits im Mai hatte die BVV beschlossen, alternative Räume im Umfeld sowie Ersatzstandorte zur Errichtung eines völlig neuen Gebäudes zu prüfen.

Die SPD-Fraktion fragte des Weiteren nach den Gründen, warum das Bezirksamt den zwischenzeitlich von der SPD vorgeschlagenen Neubau-Standort Bülowstraße 70, am Rande des Nelly-Sachs-Parks, verworfen hatte. Dieser bot die besten Voraussetzungen für den Neubau eines Jugend- und Kulturzentrums: Das Grundstück gehört dem Land Berlin und liegt verkehrsgünstig im Schöneberger Norden. Auch könnte es den gut frequentierten Nelly-Sachs-Park sinnvoll vom Lärm der stark befahrenen Bülowstraße und der Hochbahn abschirmen. Bezirksstadtrat Jörn Oltmann (Grüne) verwies darauf, dass die Fläche für ihn nicht zur Disposition stehe, weil das Gebiet ein gravierendes Grün-Defizit aufweise.

Christoph Götz, Stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender: „Für uns ist es unverständlich, dass insbesondere dieser Vorschlag einfach „weggeprüft“ wurde. Auch uns liegt das Grün am Herzen, hier aber muss gut abgewogen werden und es kann nicht sein, dass die Jugendlichen wieder einmal den Kürzeren ziehen. Der weitläufige neue Gleisdreieck-Park grenzt unmittelbar an. Eine Grün-Unterversorgung ist hier eher statistisch als real vorhanden. Der vorgeschlagene Standort bietet sogar die Chance zum Bau eines größeren kommunalen Gebäudes für Musik, Kultur und Kunst und wäre mit einer städtischen Gesellschaft realisierbar. Wir hoffen nun, dass das Bezirksamt bald auch mit eigenen Überlegungen für die längerfristige Entwicklung an uns herantritt. Gefragt ist aber zuallererst eine tragfähige Interimslösung.“