SPD-Fraktion fordert vollständigen Lärmschutz für Güter-Innenring und A100

Veröffentlicht am 03.02.2017 in Pressemitteilung

 

 

Die Deutsche Bahn bereitet die Elektrifizierung des sogenannten Güter-Innenrings vor. Damit werden auf der Bahnlinie, die zwischen Westend und Neukölln unmittelbar parallel zu Ringbahn und A100 verläuft, Lärmschutzmaßnahmen erforderlich. Die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg fordert, dass dieser Lärmschutz kein Stückwerk bleiben darf sondern durch den Bund auch an der A100 endlich freiwillig nachgerüstet und eine integrierte Lösung unter Berücksichtigung aller Lärmquellen geschaffen wird. Nur so kann in der völlig durchlärmten Verkehrsschneise überhaupt eine für die Anwohner merkliche Verbesserung erzielt werden.  

 

 

Der „Tagesspiegel“ berichtet am 01.02.17, dass die Deutsche Bahn derzeit erste Leistungen für die Elektrifizierung der Bahnlinie vergibt. Damit tritt eine wesentliche Änderung ein und es entfällt der Bestandsschutz, der bislang unter Bezugnahme auf den Vorkriegs-Zustand geltend gemacht wurde. Erst seit dem vergangenen Jahr kann die Strecke wieder befahren werden, allerdings nur mit Dieselloks. Mit dieser Beschränkung lässt sie sich offenbar kaum sinnvoll in die weiträumigen Verkehre integrieren.

 

Christoph Götz, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD Tempelhof-Schöneberg: „Die Elektrifizierung der Strecke ist grundsätzlich positiv für den Bezirk. Endlich muss die Bahn beim Schallschutz handeln! Es kann aber nicht angehen, dass nun für viel Geld wenig erreicht wird und das Bundesverkehrsministerium beim Stadtring alles beim Alten belässt. Eine integrierte Gesamtlösung ist nun der richtige Weg. Bahn und Bund müssen sich zusammensetzen. Einen entsprechenden Vorstoß werden wir über die BVV noch im Februar starten“.