Neustart für Gertrud-Kolmar-Bibliothek

Veröffentlicht am 15.04.2019 in Pressemitteilung

Gemeinsame Presseerklärung der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg und der B90/Grüne:

Schon lange ist klar, dass die Räume der Gertrud-Kolmar-Bibliothek in der Pallasstraße 27 den wachsenden Bedarf an digitalen Medien und zielgruppengerechten Treffpunkt in einem Kiez mit hohem Armuts- und Arbeitslosenrisiko nicht mehr erfüllen können.

Eine moderne Bibliothek mit Aufenthaltsqualität, Sprachlernmedien und besonderer Ausrichtung  in den Bereichen Lese-, Sprach- und Informationskompetenz wird im Kiez dringend gebraucht. In einem am Mittwoch in der BVV beschlossenen Antrag fordert die rot-grüne Zählgemeinschaft das Bezirksamt auf, die Gertrud-Kolmar-Bibliothek so weit ertüchtigen, dass sie ihre Aufgabe als ein produktiver Teil des Verstetigungskonzeptes für das scheidende QM im Schöneberger Norden erfüllen kann. 
Die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen begrüßen, dass nun geeignete Räume in der Bülowstraße 90gefunden wurden. Hier besteht die Möglichkeit, eine Stadtteilbibliothek aufzubauen, bei der Integration und Inklusion im Mittelpunkt stehen und die ein nachbarschaftliches Miteinander fördern kann. Grundlage dafür wird das Konzept „Perspektiven für die Gertrud-Kolmar-Bibliothek 2018“ sein.

Martina Sommerfeld, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion: „Die Neugestaltung der Gertrud-Kolmar-Bibliothek wird ein Kick-Start für den Kiez. Sie hilft uns, die sozialraumbezogene Bildungsarbeit des Quartiersmanagements Schöneberger Norden auch über 2020 hinaus weiter zu tragen. Zudem wird sich die neue Stadtteilbibliothek mit ihrer Spezialisierung auf integrative Angebote durch digitalen Medien, neueste Film-, Foto-, Audio- und Gametechnik und einen Open-Space für Wissen und Austausch als ein Baustein in das Gesamtkonzept der neuen Bibliothekenlandschaft von Tempelhof-Schöneberg einfügen."
 
Elisabeth Kiderlen, kulturpolitische Sprecherin der bündnisgrünen Fraktion: „Am Standort Bülowstraße 90 befindet sich die Bibliothek noch in der Gebietskulisse des Quartiersmanagements Schöneberger-Norden und könnte damit auch Fördermittel der Europäischen Union erhalten. Wenn das Quartiersmanagement dann Ende 2020 ausläuft, könnte sie einige der Funktionen, die bisher das Quartiersmanagement ausfüllt, übernehmen. Deshalb ist es nur logisch, dass das Quartiersmanagement und die anderen sozialen Akteure des Kiezes an der Bibliotheksplanung angemessen beteiligt werden.“

 

 

 

 

 
 

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