Bezirk will „integriertes Wohnprojekt“ statt „mobiler Flüchtlingsunterkunft“

Veröffentlicht am 21.07.2016 in Pressemitteilung

Gemeinsame Presseerklärung der Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der SPD in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg

 

Die vom Senat ins Auge gefasste Bebauung des Grundstücks Lichterfelder Ring 113 mit „Mobilen Unterkünften für Flüchtlinge“ (MuF) stößt auf den Widerstand der Tempelhof-Schöneberger Bezirksverordneten. Statt der MuFs will das Bezirksparlament einen „integrierten Wohnstandort“ nach dem Vorbild des Projektes „Tolerantes Miteinander“ (ToM), wie es von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft degewo entwickelt wurde. Dafür soll sich nach dem von Grünen und SPD eingebrachten und mit der Mehrheit der rot-grünen Zählgemeinschaft verabschiedeten Antrag das Bezirksamt nun gegenüber dem Senat stark machen.

 

Ein erstes Projekt dieser Art wird derzeit von der degewo in Treptow-Köpenick umgesetzt. Das Prinzip: Hier leben Flüchtlinge mit Einheimischen zusammen, ist die Wohnanlage mit Anwohnercafé und Mietergarten auf das gegenseitige Kennenlernen ausgerichtet. Für das ToM-Projekt am Lichterfelder Ring wünschen sich die Bezirksverordneten, dass 50 Prozent der Wohnungen für Flüchtlinge sowohl für Familien als auch Alleinreisende zur Verfügung gestellt werden. Außerdem sollen ortsansässige Institutionen und Einrichtungen, zum Beispiel der benachbarte Ponyhof, eingebunden werden. An diesem Standort, so die Bezirksverordneten, soll sozialer Wohnungsbau entstehen, der Nettokaltmieten in Höhe von 6,50 Euro pro Quadratmeter gewährleistet.

 

Seit Beginn des vermehrten Flüchtlingszuzuges sind in Tempelhof-Schöneberg im Vergleich zu anderen Berliner Bezirken überdurchschnittlich viel Plätze in Not- und Gemeinschaftsunterkünften geschaffen worden, begründen die beiden Fraktionsvorsitzenden Jan Rauchfuß von der SPD und Jörn Oltmann von den Grünen ihren gemeinsamen Vorstoß. Die Unterbringung in Massenunterkünften wie den Flughafen-Hangars führe aber auch immer wieder zu Problemen des Zusammenlebens, behindere die gewünschte Integration. Die könne nur vorangebracht werden, wenn man statt neuer Übergangslösungen preisgünstigen Wohnraum schaffe, wo Flüchtlinge und Einheimische zusammen leben.

 

Für Nachfragen stehen Ihnen zur Verfügung:

Jörn Oltmann, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen,               Tel.: 0172 305 31 72

 

Jan Rauchfuß, Fraktionsvorsitzender der SPD, Tel.: 0178 145 18 94

 

 

 
 

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