Antrag zur 7. BVV XXI - Antrag 7

ANTRAG
der Fraktion der SPD
in der BVV Tempelhof-Schöneberg

Letzte kriegsbedingte Baulücke am Tauentzien schließen

Die Bezirksverordnetenversammlung bedauert mit Blick auf die jahrzehntelange Tradition, dass das Schuhgeschäft Leiser seinen Standort Tauentzienstraße Ecke Passauer Straße aufgeben muss. 

Die Bezirksverordnetenversammlung hofft, dass es gelingt, eine sozialverträgliche Lösung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Filiale zu finden.

Die Bezirksverordnetenversammlung ersucht das Bezirksamt, auf die Eigentümer des Grundstücks Tauentzienstraße Ecke Passauer Straße oder deren Vertreter zuzugehen und darauf hinzuwirken, dass das darauf nach dem Kriege errichtete zweistöckige Gebäude aufgestockt oder durch ein höheres, der städtebaulichen Gesamtsituation der Tauentzienstraße angemessen dimensioniertes Gebäude ersetzt werden kann.

Begründung

Das Grundstück Tauentzienstraße 20 ist mit seiner zweistöckigen Bebauung das letzte Grundstück, dass an die notdürftigen Lückenschließungen nach dem Zweiten Weltkrieg erinnert. Städtebaulich ist die Situation mit Blick auf die Nachbarbebauung am Tauentzien unbefriedigend. Dies wird nach Fertigstellung des benachbarten Gebäudes in der Passauer Straße noch augenfälliger werden. Die Geschäftsaufgabe des Hauptmieters (es gibt noch einen Laden der Firma LEGO) ist ein Anlass über eine bauliche Schließung der Ecke nachzudenken. Diese sollte im Erdgeschossbereich eine Ladennutzung enthalten und des Weiteren in ein reines Geschäfts- oder auch ein Wohn- und Geschäftshaus entwickelt werden.

Die Aufgabe der Leiser-Filiale ist ein weiteres Indiz für die Schwierigkeiten des stationären Handels. Auch wenn der Bereich Kurfürstendamm-Tauentzienstraße zu den umsatzstärksten Einkaufsstraßen Deutschlands zählt, darf nicht verkannt werden, dass diese Qualität auch weiterhin gepflegt und gestärkt werden muss. 



Berlin, den 28. März 2022
Marijke Höppner Axel Seltz (Mail)

und die weiteren Mitglieder der
Fraktion der SPD