Antrag zur 39.BVV/XX Antrag 4

Antrag

Gemeinsame Lösungen bei der Sanierung der Torgauer Str. zwischen dem Bezirksamt und dem EUREF-Campus suchen

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, während der Sanierungsphase der westlichen Torgauer Str. (zwischen Eingang zum EUREF-Campus und der Dominicusstr.) eine gemeinsam mit dem EUREF-Campus getragene Lösung für die Erschließung des Geländes zu entwickeln. Dabei muss sichergestellt sein, dass der EUREF-Campus während der Bauphase für Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten gut erreichbar bleibt und nach Abschluss der Maßnahme eine für den Radverkehr verbesserte Durchwegung entsteht. Der BVV ist bis zur März-BVV eine für alle Beteiligten akzeptable Lösung vorzustellen. Sollte der Beginn der Baumaßnahme vor diesem Termin liegen, erfolgt die Unterrichtung der BVV spätestens 14 Tage vor dem geplanten Baubeginn.

Begründung:

Ab Sommer 2020, mit Einzug der Gasag, werden sich rund 4500 Arbeitsplätze auf dem EUREFCampus in Schöneberg befinden. Das Gelände ist damit zu einer wirklichen Erfolgsgeschichte für die Wirtschaftsansiedlung im Bezirk geworden. Derzeit stehen rund 800 Stellplätze für Mitarbeiter und Kunden zur Verfügung, zusätzlich gibt es Lieferverkehr für die auf dem Campus ansässigen Betriebe. Nachdem die östliche Cheruskerstr. bereits saniert ist und nunmehr durch den Einbau von umlegbaren Pollern nur noch für Fahrräder und Fußgänger zugänglich ist, steht die Sanierung der westlichen Torgauer Str., zwischen Dominicusstr. und Campuseingang an, über den die gesamte Verkehrserschließung des Geländes erfolgt. Das Bezirksamt beabsichtigt während der Bauphase den Zugangsverkehr zum EUREF-Campus einspurig mit einer Ampel am Ausgang der Torgauer Str. zu regeln. Eine solche Lösung wird erkennbar einen Rückstau in die ohnehin verkehrsbelastete Dominicusstr. auslösen und auch zu Rückstaus auf dem Campus führen. Wie die Erreichbarkeit für große Lieferfahrzeuge bzw. Einsatzfahrzeuge für Polizei und Feuerwehr sichergestellt werden soll, bleibt unklar. Das eine solche Straßensanierungsmaßnahme auf den erklärten Widerstand des EUREF-Campus stößt ist nachvollziehbar. Die BVV hält deshalb nur eine gemeinsame Lösung aller Beteiligten für einen vernünftigen Weg, denn ansonsten können auch Klagen gegen die Baumaßnahmen des Bezirks nicht ausgeschlossen werden