Antrag zur 36.BVV/XX Antrag 2/8

Antrag

der Fraktion der SPD

zur Herbeiführung eines Ersuchens

gem. § 12 Abs. 1 Satz 2 BezVG

 

Betreff: Bürokomplex Reichartstraße sinnvoll und angemessen erschließen

 

Die BVV empfiehlt dem Bezirksamt, im Rahmen der Abstimmungen zum Bebauungsplanverfahren für das Bürozentrum Reichartstraße 2 (hinterliegend), darauf hinzuwirken, dass eine städtebaulich und funktional adäquate Erschließungssituation für den zu erwartenden erheblichen täglichen Mitarbeiter*innen- und Besucher*innenverkehr berücksichtigt wird.

In dem Zusammenhang soll geprüft werden, ob die Erschließung für den Fußgänger*innenverkehr statt über die nur 4 m breite Engstelle an der Friedrich-Haak-Brücke nicht angemessener

  • über den denkmalgeschützten Altbau-Bestand (Tordurchfahrt) erfolgen kann

  • oder zur Herstellung eines angemessenen Zugangsbereichs eine partielle Überdeckelung der Autobahn mit einem Vorplatz zum Bahnhof Südkreuz / Zugang Suadicanistraße hergestellt werden kann. Geprüft werden soll dabei auch eine Fußgänger*innenführung als Steg in Höhenlage der Bahnbrücke.

Die Abwicklung der Fahrzeugflüsse z.B zur Tiefgarage und zur Versorgung über die Engstelle an der Friedrich-Haak-Brücke ist davon unberührt. 

 

Begründung 

Es ist aufgrund der Nähe des Standortes zum Bahnhof Südkreuz zu erwarten, dass der sehr weit überwiegende Teil der Beschäftigten und Besucher*innen mit dem ÖPNV anreist und den Standort zu Fuß erreicht. Bislang fehlt dem Vorhaben jedoch eine ausgeformte Adresse nach außen und ein konsistenter Übergang von außen zur Erschließung innerhalb des Grundstücks. Die Abwicklung aller Verkehre über den schmalen Zugang an der Friedrich-Haak-Brücke ist städtebaulich nicht adäquat, auch wenn sie im Ergebnis des Verkehrsgutachtens rein technisch-funktional als ausreichend erachtet würde. Zu befürchten ist, nach aktuellem Planungsstand, eine langfristig funktional und städtebaulich unbefriedigende Situation.

 

Berlin, den 21.10.2019

Marijke Höppner                                                                              Christoph Götz-Geene

und die weiteren Mitglieder der

Fraktion der SPD