SPD-Fraktion: „Verwirrspiel um Potsdamer Stammbahn,

Veröffentlicht am 09.03.2017 in Pressemitteilung

Rad-Schnellweg und Schöneberger Grünzug

„Wannseebahngraben“ endlich beenden!“

 

 

Das Verwirrspiel um die Reaktivierung der Potsdamer Stammbahn und die Option zur Nutzung der Trasse als Rad-Schnellweg geht in eine neue Runde. Nachdem Ende 2015 der erste Teilabschnitt eines künftigen Radschnellwegs nach Potsdam auf den Gleisen der Stammbahn - das Projekt „Grünzug Wannseebahngraben“ - durch das Land und den Bund gestoppt und statt dessen die Reaktivierung der Eisenbahntrasse geprüft wurde, dreht sich das Blatt nun erneut.

Die Tempelhof-Schöneberger Bezirksverordneten erhielten am 8. März die förmliche Mitteilung des Bezirksamtes, dass für den „Grünzug Wannseebahngraben“ nun eine Finanzierungszusage in Höhe von rund 1,3 Mio. Euro aus Mitteln des Programms „Stadtumbau West“ vorliege. Nahezu gleichzeitig stellt aber die Deutsche Bahn nach einem Bericht der Berliner Zeitung (siehe hier) eine Reaktivierung der Bahnstrecke in den 2020er Jahren in Aussicht.

„Die 2020er-Jahre beginnen in weniger als 3 Jahren. Wie kann es da sein, dass der BVV im März 2017 eine Projektfreigabe für den Grünzug in Aussicht gestellt wird?“ so der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Christoph Götz. „Entweder scheint da einiges aneinander vorbei zu laufen oder die Bündnisgrünen Entscheidungsträger wollen vollendete Tatsachen für ein potentielles Lieblingsprojekt schaffen.“ Es könne nicht angehen, dass jetzt für 1,3 Millionen Euro ein Grünzug angelegt werde, der in einigen wenigen Jahren für die Reaktivierung der Bahnstrecke wieder abgerissen und abgeholzt werden müsse. Dafür sei von den Bürgerinnen und Bürgern zu Recht wenig Verständnis zu erwarten. "Schöneberg kommt mit der einen wie der anderen Lösung zurecht - aber nachhaltig sollte sie sein!", so Christoph Götz.

Die SPD-Fraktion fordert deshalb die Entscheidungsträger aller drei Ebenen auf, sich an einen Tisch zu setzen und eine vernünftige Perspektive zu entwickeln.