Tempelhof-Schöneberg gegen Rechts

Veröffentlicht am 01.03.2016 in Politik

Aufruf zur Demonstration "Tempelhof-Schöneberg gegen Rechts" am Mittwoch, 2. März um 16:30 Uhr auf dem John-F.-Kennedy-Platz (direkt vor dem Rathaus Schöneberg)
Treffpunkt: Parkplatzhälfte John-F.-Kennedy-Platz / Ecke Badensche Straße.
Lasst uns zeigen, dass wir als Demokrat*innen nicht nur mehr sind, sondern auch lauter!
Wir dürfen diesen Demagog*innen nicht die Straßen überlassen, wir müssen uns ihnen in den Weg stellen und ihnen zeigen, dass sie mit ihrer menschenverachtenden Ungleichwertigkeitsideologie nicht weit kommen.

Fahnen, Transparente, Plakate und Trillerpfeifen sind gern gesehen!

Am 2.3 möchte die AfD vor dem Rathaus Schöneberg demonstrieren. Die Veranstaltung der Rechtspopulist*innen wird um 16:45 Uhr beginnen und ist bis ca. 18:30 Uhr angesetzt.

Die Demo wird unter dem Titel: "Schöneberg - ein rechtsfreier Raum" vollzogen. Die AfD hat angegeben, dass bis zu 80 Menschen an ihrer Demo teilnehmen werden.

Die AfD versucht durch ihr "Kritiker"-Image rechte Inhalte salonfähig zu machen. Dabei sind ihre Positionen zur Auflösung der Wirtschafts- und Sozialeinheit in der EU, für eine neoliberale Asyl- und Einwanderungspolitik, eine Kulturpolitik, die sich gegen die Errungenschaften der Frauenbewegung und der sogenannten 68er wendet und für ein heteronormatives Lebensmodell ein klarer Angriff auf demokratische Werte. In Berlin vertreten sie bewusst, dass 50% der Geflüchteten Wirtschaftsflüchtlinge seien, dass die Institutionen Deutschland und Berlin in eine Krise stürzten und Deutschland seine Grenzen "sicher" machen solle.

Demgegenüber steht eine herzliche und aktiv gelebte Willkommenskultur in Tempelhof-Schöneberg. Etwa 5.500 Geflüchtete leben in den bezirklichen Einrichtungen. Die Menschen, die zu uns kommen, sind häufig traumatisiert, sprechen kaum oder gar nicht die deutsche Sprache und kennen sich in diesem ihnen völlig fremden Land nicht aus. Viele Tempelhof-Schöneberger*innen engagieren sich ehrenamtlich vor Ort in den Einrichtungen und erleben hautnah, dass es weniger darum geht Grenzen dicht zu machen, als Menschen in Not sicher nach Europa zu bringen, sie zu unterstützen und ihnen ein diskriminierungsfreies Umfeld zu bieten.